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Beitrag vom 28.09.2021

Von Rudelruhe bis KurzzeitknackenSchlafen Tiere anders als Menschen?

mit Ryke und Johanna Beitrag hören
Ein schlafender Wolf (unsplash / Daniel Diesenreither)
Der Wolf hat kaum was zu befürchten und kann schlafen, wo er will. (unsplash / Daniel Diesenreither)

Schön lang machen, Augen zu und ein paar Stündchen schnarchen? Für die meisten Tiere wäre das viel zu gefährlich. Manche haben auch wichtige Aufgaben im Schlaf zu erledigen: Luft holen oder nach Afrika fliegen zum Beispiel. Eine kleine Schlafkunde.

Jedes Hirn braucht Pausen. Das gilt für Menschen genauso wie für Tiere. Also schlafen wir! Mit unserem stundenlangen Gepenne sind wir Menschen allerdings eine ziemliche Ausnahme. Manche Affenarten wie Orang-Utans oder Schimpansen machen es sich wie wir in einem Bett (aus Zweigen und Blättern wohlgemerkt) gemütlich und schlafen mehrere Stunden am Stück. Doch für die meisten anderen Tiere ist so ein Tiefschlaf lebensgefährlich. Sie müssen immer zumindest ein bisschen wachsam bleiben und auf Fressfeinde aufpassen.

Manchen – wie etwa Erdmännchen – ist das viel zu stressig. Sie ziehen sich gern in geschützte Höhlen zurück. Dort schlafen sie am liebsten im Rudel. Praktisch, wenn man selbst das Raubtier ist: Der Wolf beispielsweise knallt sich einfach ins Dickicht und pennt. Er hat ja kaum was zu befürchten. Wale wiederum müssen im Schlaf noch daran denken, Luft zu holen. Deswegen schläft immer nur eine Gehirnhälfte, während die andere dafür zuständig ist, rechtzeitig an die Wasseroberfläche zu schwimmen. So ähnlich machen das auch Zugvögel, die im Winter bis nach Afrika fliegen. Weil der Weg so lang ist, müssen sie während des Fluges schlafen. Also wechseln sich auch hier die Hirnhälften ab.

Zum Naschen noch mal aufstehen

Winter, sowieso ein gutes Stichwort: Manche Tiere machen Winterschlaf. Der Dachs zum Beispiel. Wobei der ein bisschen schummelt und immer mal wieder zum Futtern heimlich aufsteht. Und eigentlich ist Winterschlaf auch gar kein echter Schlaf, sondern mehr so eine Art Ruhemodus.

Und hättet ihr gewusst, dass ein Elefant nach vier Stunden ausgeschlafen ist, die Feldmaus aber ganze 20 Stunden schlummert? Mehr Fakten übers Schlafen gibts im Podcast.

Und falls Ihr unsere Telefonnummer noch nicht im Schlaf aufsagen könnt, hier ist sie noch einmal: 0174 16 24 523. 

(luc)