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Beitrag vom 10.04.2019

Wie funktioniert ein KlavierKein forte, bitte nur piano

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Tastatur eines Klaviers (Stock.XCHNG / Jean-Pierre Ceppo)
Die Tastatur eines Klaviers (Stock.XCHNG / Jean-Pierre Ceppo)

88 Tasten, davon 52 weiß und 36 schwarz, umfasst die Tastatur eines Klaviers. Seit mindestens 800 Jahren gibt es Instrumente mit einer Klaviatur, doch die Hammermechanik der heutigen Klaviere gibt es erst seit rund 200 Jahren. Kakadu lüftet den Klavierdeckel.

Instrumente mit einer Klaviatur gibt es seit rund 800 Jahren, doch war es damals noch kein Klavier sondern eine Orgel mit Pfeifen, die über Tasten gesteuert wurden. Vor rund 700 Jahren wurde dann das Cembalo erfunden, ein Instrument, dass zwar ausssieht wie ein Klavier, doch vom Innenleben her ganz unterschiedlich funktioniert. Denn im Cembalo werden die Saiten mit einem Federkiel gezupft und nicht wie bei einem Klavier angeschlagen.

Die besondere Hammermechanik, die ein Klavier oder den größeren Bruder Flügel auszeichnet, wurde erst im 17ten Jahrhundert von dem Italiener Bartolomeo Cristofori erfunden. Er lebte am Hof von Florenz und entwickelte die Technik, das durch ein schwaches Anschlagen der Tasten auf der Klaviatur ein leiser Ton erzeugt wird und durch starkes Anschlagen ein lauter Ton. Da zudem viele Töne durch mehrere Saiten erzeugt werden, gibt es durch das Fußpedal weitere Spielmöglichkeiten. Die Eigenschaften leise und laut nennt man in der Musikwelt piano für leise und forte für laut.  Und daher kommt auch die Bezeichnung Piano oder Pianoforte für das Klavier. Es kann ja leise oder laut spielen.

Außerdem zu hören:

"Alexander Skrjabins Farbenklavier",ein Beitrag von Corinna Thaon

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