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Beitrag vom 07.09.2018

WahrsagereiVon Glaskugeln und Sternen

Von Maria Riederer Beitrag hören
Arbeitstisch eines Wahrsagers: Orakelkarten, Glaskugel und Kreuz liegen schon bereit (imago / Attila Kleb)
Der Arbeitstisch eines Wahrsagers: Orakelkarten, Glaskugel und ein Teelicht liegen bereit. (imago / Attila Kleb)

Kann jemand in einer Glaskugel oder in den Sternen die Zukunft voraussehen? Viele meinen, das sei unmöglich und Wahrsagerei einfach nur Betrug. Andere glauben fest daran und bezahlen Wahrsagern Geld dafür.

Der Beruf Wahrsager/in wird auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit tatsächlich als ein eigenständiger Beruf aufgeführt. Ihrer Definition nach bieten Wahrsager/innen "anhand wissenschaftlich nicht erklärbarer Methoden an ... zukünftige Ereignisse vorherzusagen" Sie vermögen "verborgenes Wissen zu erlangen ... als Lebens- und Entscheidungshilfe für Ratsuchende."

Wahrsager/innen finden Beschäftigung in Unternehmen der Freizeitwirtschaft (Spiel- und Freizeitparks, Zirkusse) und auf Jahrmärkten.

Blick in die Zukunft schon lange beliebt

Tja, und da heißt es: Wer’s glaubt wird selig! Wie soll denn jemand in einer Kristallkugel, anhand von Karten, in den Sternen, durch Handlesen oder Pendeln die Zukunft voraussehen? Viele meinen, das sei unmöglich und Wahrsagerei für Geld sei einfach nur Betrug. Andere glauben fest daran, dass man im Kaffeesatz, mit einem Kartenspiel oder in den Linien der Handinnenfläche lesen kann, was das Leben noch bereithält. Dafür bezahlen sie Geld.

(picture alliance / dpa)Eine sehr moderne Form der Wahrsagerei bot der Oktopus Regina aus dem Sea Life Aquarium Berlin. Da sie sich beim Fußball-WM-Spiel Deutschland - USA nicht für eine Futterloch entscheiden konnte, prognostiziert sie damit ein Unentschieden. (picture alliance / dpa)

Das Bedürfnis jetzt schon zu wissen, was in der Zukunft passieren wird, hatten die Menschen offenbar schon zu allen Zeiten. Für die meisten Zeiten und Kulturen lassen sich Rituale, Verfahren und Theorien belegen, mit denen die Menschen versuchten, einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Die alten Griechen beispielsweise hatten angeblich 230 verschiedene Verfahren, um in die Zukunft zu schauen. Sie reichten von der Deutung des Verhaltens von Tieren, über Münzenwerfen bis hin zur Interpretation der Wellenmustern die entstehen, wenn man Dinge ins Wasser wirft.

Aber wer will eigentlich in die Zukunft schauen? Und warum? Ist es nicht schöner, sich einfach vom Leben überraschen zu lassen?

Ein Kakadu-Feature von Maria Riederer