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Beitrag vom 17.08.2018

Von Stubentigern, göttlichen Wesen und traurigen FellchenFür die Maus ist die Katze ein Löwe

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Vier kleine Kätzchen, fotografiert am 28.06.2015 in einem Garten in Sieversdorf im Landkreis Oder-Spree (Brandenburg). Foto: Patrick Pleul (picture alliance/dpa/Patrick Pleul)
Echte Stubentiger: Wie niedlich sind die denn? (picture alliance/dpa/Patrick Pleul)

Die engsten Vorfahren der Hauskatze sind die afrikanischen Falbkatzen. Vor mehreren Tausend Jahren miauten sie bereits in Ägypten umher und wurden dort vergöttert. Katzen gehören zu unseren beliebtesten Haustieren. Warum eigentlich?

Im dichten Regenwald des mexikanischen Staates Campeche im Süden der Halbinsel Yucatan erforschen derzeit Wissenschaftler die Lebensweise einiger der letzten verbliebenen Leoparden (undatiertes Archivbild). Internet-Surfer können sie dabei begleiten. Auf den Spuren des Jaguars starten der mexikanische Ökologe Cuauhtemoc Chavez und der Fotograf Patricio Robles am 16.1.2001 zu einer zehntägigen Expedition durch das Biosphärenreservat Calakmul nahe der Grenze zu Guatemala und Belize. An jedem der zehn Tage werden auf der Webseite http://www.OneWorldJourneys.com unter dem Titel "Jaguar - der Herr des Mayadschungels" per Satellit aus dem Urwald übertragene frische Berichte und Fotos veröffentlicht. | (OneWorldJourneys)Der Leopard - eigentlich einfach nur eine große Katze. (OneWorldJourneys)

Katzen (der lateinische Name ist: felis) gibt es schon seit Tausenden von Jahren. Als der Mensch die Erde betrat, war die Katze bereits da. Sie lauerte in Höhlen, in der Steppe, auf Bäumen und für viele Großkatzen waren Menschen in der Vergangenheit willkommene Beute. Bis die Menschen sich zu besseren Jägern weiterentwickelt hatten.

Göttlich oder köstlich?

Daher wundert es nicht, dass die Menschheit ein gespaltenes Verhältnis zu Katzen hat. In den alten ägyptischen Kulturen gab es Götter, die in Katzenform dargestellt wurden, zugleich gab und gibt es Gegenden auf der Erde, in denen Katzen gegessen werden.

Seltsamerweise rufen Katzen auch heute noch sehr unterschiedliche Reaktionen bei uns Menschen hervor. Der eine mag Katzen, der andere lehnt sie ab und bevorzugt beispielsweise den Hund.

Europaeische Wildkatze (Felis silvestris silvestris), Kaetzchen schaut hinter einem Baumstumpf hervor, Deutschland (imago stock&people)Die Europäische Wildkatze - Felis silvestris silvestris (imago stock&people)

Dank ihrer ausgeprägten Anpassungsfähigkeit und Intelligenz hat sich die Katze auf der Erde behauptet und ausgebreitet. Es gibt kaum einen Ort der Welt, wo wir sie nicht in einer der jeweiligen Umwelt angepassten Form finden. Sei es als Schneeleopard im ewigen Eis, als Baumtiger in den Bäumen Sumatras und Borneo oder als Pampaskatze in den Gras-Steppen des südamerikanischen Kontinents.

Die Länge des Fells ist entscheidend

Von der uns so vertrauten Hauskatze wurden durch Züchtung viele verschiedene Rassen erschaffen, die jedoch alle zu einer Art gehören und von der Falbkatze abstammen. Üblicherweise teilt man die Katzenrassen in verschiedene Kategorien ein, die sich an der Länge des Fells orientieren.

Der Begriff Hauskatze ist keine Art und keine Rasse. Hauskatzen heißen Hauskatzen, weil sie ein sehr beliebtes Haustier sind. Doch genau genommen sind sie einfach nur eine gezähmte (domestizierte) Unterart der Wildkatzen. Und Wildkatzen wiederum gehören zu der Unterfamilie der Kleinkatzen. Denn es gibt in der Welt der Katzen auch noch die Unterfamilie der Großkatzen, also Jaguar, Leopard, Löwe und Tiger. Thomas Fuchs

"Für die Maus ist die Katze ein Löwe"
Von Stubentigern, göttlichen Wesen und traurigen Fellchen
Ein Kakadu-Feature von Cornelia Seliger