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Beitrag vom 15.03.2019

Von der unsichtbaren Lebenskraft des SalzesIst das Tote Meer wirklich tot?

Von Brigitte Jünger Beitrag hören
Bildnummer: 53744063 Datum: 20.11.2009 Copyright: imago/imagebroker Touristen lesen Zeitung im Toten Meer bei Suwaymah, Jordanien (imago stock&people)
Baden im Toten Meer - das heißt auf dem Rücken liegen, Zeitung lesen und einfach nicht untergehen. (imago stock&people)

Es ist kein Meer, sondern ein riesengroßer Salzsee mitten in der Wüste zwischen Israel und Jordanien. Dort befindet sich der tiefste Punkt der Erde. Der Salzgehalt ist so hoch, dass kein einziger Fisch überleben kann. Trotzdem ist dieses Meer nicht tot, sondern ein Lebensraum für Mineralien, Salze, Algen, Mikroorganismen und salzliebende Bakterien, die man nur unter dem Mikroskop erkennen kann.

Ein Meer, wie die Nordsee, die Ostsee oder das Mittelmeer, ist ein sehr lebendiger Lebensraum, in dem sich unzählige Fische und Quallen tummeln, Krebse und Muscheln zu finden sind oder sogar riesige Wale herumschwimmen. Und wir stehen am Rand und tauchen den dicken Zeh hinein oder stürzen uns kopfüber in die Wellen.

Ganz anders am Toten Meer! Das liegt zwischen Jordanien, Israel und dem Westjordanland mitten in der Wüste. Dort wird nicht geplantscht und herumgespritzt, sondern nur sehr vorsichtig gebadet und Fische begegnen einem auch keine. Trotzdem ist dieses Gewässer wunderschön und sogar sehr gesund.

Brigitte Jünger ist dort gewesen und von ihr und den Kindern, die sie in Israel und Deutschland getroffen hat, erfahrt ihr jetzt mehr über das Tote Meer. Ist es wirklich tot oder welche Lebensformen findet man dort?