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Beitrag vom 19.11.2018

Übers PopelnNimm den Finger aus der Nase

Von Tina Küchenmeister Beitrag hören
Fußball: Confederations Cup, Mexiko - Russland, Vorrunde, Gruppe A, 3. Spieltag am 24.06.2017 in Kasan-Arena, in Kasan (Tatarstan). Ein junger Fan aus Russland, der sich ein Soldatenkäppi aufgestzt hat, wartet auf den Spielbeginn. Foto: Marius Becker/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
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Popeln oder Nasebohren - fast alle Menschen tun es. An der Bushaltestelle oder vor dem Computer, im Auto an der Ampel oder wenn sie auf dem Klo sitzen. Eine Studie hat sogar herausgefunden, dass das Popelessen, das Immunsystem stärkt.

Popel sind prinzipiell getrockneter Nasenschleim. In unserer Nase sind ganz viele kleine schleimbildende Zellen und die produzieren die ganze Zeit Schleim. Dieser Schleim macht die Luft, die durch die Nase geht, feucht. Das ist wichtig, damit unserer Lunge nicht trocken wird. Denn nur wenn unsere Nase trocken ist, können sich die Viren und Bakterien in unserer Nase einnisten, bekommen wir eine Infektion.

Doch wenn unsere Nase innen feucht ist, also schleimig, werden die Viren und Bakterien von dem Schleim gefangen. Zudem sind in dem Schleim Abwehrzellen und die machen die Bakterien oder die Viren kaputt. Diese kaputten Viren und Bakterien werden zusammen als grüngelblicher Schleim ausgeschieden, durch Naseschneuzen, Naseputzen oder Popeln.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was macht man anschließend mit dem, was man aus der Nase geholt hat.

Es gibt Menschen, die schmieren den Popel ganz diskret heimlich ins Taschentuch, andere dagegen essen das Teil. Was zugegeben schon etwas ekelig ist. So ein Popel schmeckt doch sicher widerlich.

" Also sie sind nicht wirklich süß, aber auch nicht sauer und auch nicht salzig",  findet Clara. "Man kann es nicht sagen, wie die schmecken. Und ich weiß nicht, ob sie bei jedem genau gleich schmecken. Sie können ja bei jedem anders schmecken."

Interessanterweise hat das Phänomen des Popelessens sogar einen medizinischen Namen. Das heißt dann Mukophagie. Das ist nicht gesundheitsgefährdend, weil alles was in den Popeln drin ist, prinzipiell schon tot ist. Also tote Abwehrzellen, tote Vieren, tote Bakterien und so weiter und davon ist in unserem Mund sowieso immer viel vorhanden. 

Unser Fazit: Popel essen ist nicht schicklich, aber nicht gesundheitsgefährdend.

Außerdem an diesem Montag zu hören:

"Warum ist es nicht überall gleich spät?", von Annette Bäßler

"Schleim ist gar nicht schleimig", von Inga Marie Ramcke