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Beitrag vom 22.01.2019

Toms WeltVorsicht vor dem Spielerausch!

Von Annette Bäßler Beitrag hören
Ein Junge spielt das Videospiel Fortnite, aufgenommen 2018  (picture alliance / Frank May)
Einmal angefangen, lassen sich Computerspiele wie Fortnite nur schwer wieder beenden. (picture alliance / Frank May)

Nicht jetzt! Nur noch fünf Minuten! Nur noch das Level! Vielen fällt es schwer, mitten in einem Computerspiel auszusteigen. Zu faszinierend sind inzwischen die virtuellen Welten. Aber was ist, wenn die Computerwelt wichtiger wird als die echte Welt?

Es fällt schwer, sich von einem Computerspiel zu lösen, wenn man gerade so richtig mittendrin ist. Zu aufregend sind die neuen Spiele, zu fesselnd ist das Wechselspiel von Frust und Erfolg, da ist ein Aufhören oft einfach nicht drin. Viele  Spielerinnen und Spieler, egal ob jung oder alt, verbringen viele Stunden vor dem Rechner, an der Playstation oder am Smartphone. Wenn dies hin und wieder geschieht, ist das ja okay. Doch wenn das regelmäßig geschieht, wenn außer dem Computer alle anderen Hobbys und Freizeitbeschäftigungen vernachlässigt werden, sagen inzwischen Fachleute: Hallo, da haben wir ein Problem.

Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr dieser neuen Computerspiele Online-Spiele sind, denn diese Spiele sind unendlich. Ständig werden vom Hersteller neue Levels und Aufgaben angeboten oder als Belohnung freigeschaltet mit nur einem Ziel: Die Spielerinnen und Spieler zu verführen, weiterzugamen. Denn nur solange sie spielen, kann der Anbieter mit Werbung und dergleichen Geld verdienen.

Manche Gamer, egal ob Kinder oder Erwachsene, sind inzwischen sogar richtiggehend spielsüchtig. Auf Internetseiten zum Thema Onlinesucht schreiben Betroffene und Angehörige oft ziemlich traurige Berichte darüber, wie das ist, wenn man mit dem Gamen nicht mehr aufhören kann.  

Damit das Spielverhalten am Computer für Kinder nicht zu einer Sucht wird, kann es helfen, wenn das Gamen zeitlich begrenzt wird. Wobei es jedoch wichtig ist, dass diese zeitlichen Grenzen vorab vereinbart werden. Denn mittendrin ein Spiel abzubrechen ist schwerer als dann aufzuhören, wenn beispielsweise ein Quest gelöst wurde.

Anstatt jeden Tag eine kurze Zeiteinheit zu verabreden, kann es für die Spielerin oder den Spieler befriedigender sein, seltener, aber dafür jeweils länger am Stück in die Spielewelt abzutauchen.
(tf)

Hier kommt ihr zum Beitrag von Annette Bäßler.

Außerdem an diesem Dienstag zu hören:

"Ralph reicht´s 2" - Ein Kinotipp von Anna Wollner.

"Kirschendiebe" - Ein Buchtipp von Ricarda Zunk.