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Beitrag vom 22.06.2018

Straßenverkehr heute und früherMit Pferdeomnibussen, Autos und Elektrorollern

Von Corinna Thaon Beitrag hören
In der autofreien Siedlung Vauban queren Fahrradfahrer eine Straßenbahnlinie. (imago/viennaslide)
Eine Zukunft ohne Autoverkehr? In Vauban funktioniert es. (imago/viennaslide)

Grün und auf geht’s, Busse fahren an, Autos brummen und Straßenbahnen quietschen. Das war nicht immer so. Als vor ungefähr 200 Jahren immer mehr Menschen in die Städte zogen, verstopften erst einmal Kutschen die Straßen.

Die ersten Menschen hatten nur die eigenen Füße, um vorwärts zu kommen. Auf der Suche nach Essen und Wasser wanderten sie oft tagelang umher.

Dann erlernten die Menschen auf Tieren zu reiten, um schneller voran zu kommen. Und vor rund 5000 Jahren erfand wir das Rad, eine der wichtigsten Erfindungen dafür, dass unser Verkehr rollt.

Lange Zeit waren die Wege allerdings noch sehr holprig und man kam nur mühsam voran. Als die Straßen und auch die Pferdewagen dann endlich besser gebaut wurden, reiste man gerne mit der Kutsche.

Die Erfindung der Dampfmaschine im vorletzten Jahrhundert veränderte das Leben der Menschen. Mit dampfbetriebenen Schiffen und Eisenbahnen kam man nun viel schneller ans Ziel. In Scharen kamen die Menschen vom Land in die Städte, um dort in den Fabriken zu arbeiten.

Die Städte wurden größer und die Wege weiter. Der Verkehr nahm zu und bald verstopften Kutschen, Pferde, Fußgänger und Pferdeomnibusse die Straßen.

Ein Ausweg sollte die U-Bahn werden. Die erste U-Bahn der Welt wurde in London gebaut. Inzwischen hat sie täglich über 3 Millionen Fahrgäste. Man kann sich vorstellen, was oben auf den Straßen los wäre, wenn sie ausfallen würde. Heute gibt es rund 140 Städte, die eine unterirdische Bahn besitzen.

Schließlich wurde das Auto erfunden. Was für eine Sensation. Für die ersten Autos musste einer 100 Meter vor dem Fahrzeug hergehen und warnen, dass da jetzt ein Fahrzeug kommt. Die ersten Autos waren etwas sehr Exotisches und wurden von den meisten Menschen auch sehr kritisch gesehen. Auots waren laut, stunken und waren gefährlich.

Nach und nach wurden die Autos zuverlässiger und schneller. Gleichzeitig wurde es aber auf den Straßen immer voller und gefährlicher, es mussten mehr Verkehrsregeln eingeführt werden, um die Menschen zu schützen.

Als die Autos immer mehr und mehr wurden, häuften sich aber auch die Unfälle. Besonders gefährdet sind bis heute die Kinder. Vor 40 Jahren führte man daher den Verkehrsunterricht in allen Schulen ein.

Heute überlegen Forschen und Politiker, wie eine autofreie Stadt aussehen könnte. Sind Elektrofahrzeuge der Ausweg? Fliegende Taxis? Fahrräder für Alle?