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Beitrag vom 15.06.2021

SchulgärtenWas können wir von Pflanzen lernen?

mit Ryke und Kathi Beitrag hören
Ein Mädchen mit Latzhose und Gießkanne umringt von Pflanzen (unsplash / Jonathan Borba)
Studie am lebenden Objekt (unsplash / Jonathan Borba)

Gucken, anfassen, riechen, bewegen, buddeln und schmutzig machen: Klingt so gar nicht nach Schule, oder? Aber nach Schulgarten! Genau so einen besuchen wir in dieser Episode. Und zwar nicht irgendeinen, sondern den ältesten Schulgarten Deutschlands.

Schule und Garten, passt das zusammen? Und wie! Zum Lernen muss man nämlich gar nicht immer still sitzen und zuhören. Im Gegenteil. Die Wissenschaft weiß: Wer mit allen Sinnen lernen darf, lernt besser. Und wo ginge das besser als in einem Schulgarten, wo man sich bewegen oder in der Erde buddeln und Würmer entdecken kann? Wo Anfassen, Riechen und sogar Naschen erlaubt ist?

Und Pflanzen können eine Menge dolle Sachen, von denen wir Menschen uns was abgucken können: Sonnenlicht in Energie umwandeln zum Beispiel, aus Kohlendioxid Sauerstoff machen, Halsschmerzen wegzaubern oder klettern. Vieles, was der Mensch sich so an Technik ausgedacht hat, ist von Pflanzen inspiriert. Bionik nennt sich das und der Klettverschluss ist dafür ein prima Beispiel. Nicht zuletzt lernt man im Schulgarten auch Geduld. Denn vom Samen bis zur Ernte braucht es viel Zeit und Pflege.

In dieser Episode machen wir einen Ausflug nach Halle. Hier hat 1698 August Hermann Francke den ersten Schulgarten Deutschlands angelegt. Den gibt es noch heute und nach ihm ist auch die Schule benannt, zu der der Garten gehört.

Und aus dem, was wir von dort mitnehmen, lässt sich ein leckerer Tee kochen. Das geht sogar auch ohne Schulgarten. Auf dem Balkon oder der Fensterbank kann jede und jeder von euch ein eigenes kleines Lehrpflanzexperiment beginnen.

Sonst noch Fragen? Immer her damit: per Sprachnachricht an 0174 16 24 523.

(luc)