Sonntag, 26. Mai 2019
 
 
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Beitrag vom 26.02.2019

Richtig kommunizieren im ChatEy, texte mich nicht voll!

Von Tim Wiese
App-Icons, Anzeige auf einem Bildschirm vom Handy, Smartphone, Instagram, Facebook und WhatsApp, Soziales Netzwek, Makroaufnahme, Detail, formatfüllend | Verwendung weltweit, Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. (picture alliance / dpa / imageBROKER / Valentin Wolf)
Der Umgang mit den sozialen Netzwerken muss gelernt werden. (picture alliance / dpa / imageBROKER / Valentin Wolf)

Mit WhatsApp, Telegram, Threema, Signal können wir super schnell und super unkompliziert mal eben so untereinander Nachrichten austauschen. Aber gerade das kann auch ein Problem sein. Denn nicht immer kommt die Nachricht so an, wie sie gemeint ist.

"War doch nur ein Scherz!" Wenn wir in einem Raum sind und miteinander reden können, ist es recht leicht, sich zu verständigen. Denn ob etwas ernst, als Scherz, beleidigend oder ironisch gemeint ist, verrät der Gesichtsausdruck und die Gestik oder die Betonung. Doch wenn wir über WhatsApp miteinander sprechen bzw. über einen Instant Messenger, wird es schwierig, miteinander zu kommunizieren, ohne dass es zu Missverständnissen kommt. Denn wie soll man wissen, dass etwas ernst oder als Scherz gemeint ist? Muss man "Achtung! Scherz!", dazu schreiben? Fachfrau Christin Wrubel rät in dieser Lage: "Wenn ich schreibe: "Mir ist kalt" ... wenn ich dahinter einen fröstelnden Smiley mache, der ein Fieberthermometer im Mund hat, dann weiß jeder: ‚Oh ja, der ist kalt, die hat Fieber, die wird krank. Mist!‘ Man kann aber auch sagen: ‚Mir ist kalt‘ und daneben macht man einen total glücklichen Smiley, weil es Sommer ist und endlich ist es mal wieder kalt, man ist total glücklich und muss nicht mehr schwitzen."

Derartige Emojis können also helfen, dass man eine Nachricht richtig einsortieren kann. Aber einen Streit mit dem wütenden Emoji vom Zaun zu brechen, ist trotzdem keine gute Idee. Denn wir sehen ja nie die Reaktion des anderen. Wir wissen daher nicht, wie der sich fühlt und wie es ihm geht. Und dann streiten wir uns ungewollt vielleicht mit jemandem und der sitzt am anderen Ende und es geht ihm sowieso schon schlecht.

Daher sollte man Probleme lieber nicht über Messages klären, sondern persönlich miteinander sprechen. Und wenn man mal nicht weiß, wie etwas gemeint ist, gleich nachfragen, bevor man etwas falsch versteht und es deshalb Zoff gibt.

"Richtig kommuzieren im Internet" - Ein Beitrag von Tim Wiese.

Weitere Themen an diesem Medientag:

"Hallo Walfisch! - "Fünf Dinge, die dir niemand verrät",  Buchtipps der Lesecrew und Regina Voss.

Die vorgeschlagenen Bücher sind: "Hallo, Walfisch!" von Lauris Gundars im Baobab Verlag und "Fünf Dinge, die dir niemand verrät" von Rebecca Westcott im dtv.

"GlücksLand", über ein Theaterprojekt im Theater der jungen Welt in Leipzig berichtet Ronny Arnold.

sdr (Ronny Arnold) (Ronny Arnold)