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Beitrag vom 29.11.2018

Quasseln über den WunschzettelDieses Jahr war ich brav und wünsche mir ...

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"Lieber Weihnachtsmann ich wünsche mir ein Playmobil Hochbett", steht auf einem Wunschzettel im Weihnachtspostamt im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür (Niedersachsen). (picture alliance / dpa / Ole Spata)
Ob Playmobil oder Lego, Hauptsache was zum Spielen! (picture alliance / dpa / Ole Spata)

Für manche von euch ist es das wichtigste Schriftstück des Jahres - der Wunschzettel. Und egal, ob er sich an den Weihnachtsmann oder das Christkind richtet, einmal im Jahr ist Wünschen erlaubt. Quasseln über Tricks und Tipps für den Wunschzettel 2018.

Der Wunschzettel gehört zu Weihnachten wie sonst nur noch der geschmückte Weihnachtsbaum und die Bescherung. Woher sollten das Christkind oder der Weihnachtsmann sonst wissen, was sie bringen sollen? Und irgendwie freuen sich doch auch Eltern, Geschwister, Omas, Opas, Tanten und Onkel darüber. Im Advent einen Wunschzettel zu verfassen, diesen Brauch gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten. Vor rund 200 Jahren hießen die bemalten und beschriebenen Blätter noch "Weihnachtsbriefe". Adressaten waren nicht das Christkind oder der Weihnachtsmann, sondern Eltern und Paten.

Allerdings ging es dabei nicht um Geschenkwünsche der Kinder, sondern es waren Briefe, in denen sich die Kinder bei Oma, Tante, Pate, Pfarrer oder Lehrer für deren Erziehung bedankten und um Gottes Segen baten.

Diese damailgen Wunschzettel waren also nichts anderes als ein Dank der Eltern an sich selbst. Unter Aufsicht und Anleitung der Eltern vom Kind in Schönschrift zu Papier gebracht.

Auch die Vorläufer der heutigen Wunschzettel waren noch nicht so, wie wir sie heute kennen. Zwar waren nun wirkliche Wünsche der Kinder gefragt, doch ließen nun die Händler vorgestaltete Blätter drucken, auf denen die Kinder unter aufgelisteten Spielzeugangeboten ihre Wünsche nur noch markieren mussten.

Dieser Brauch hat sich bis heute gehalten, mitunter kommen in den vielen Weihnachtspostämtern in Deutschland dicke Kataloge per Post an, in denen komplette Seiten einfach nur angekreuzt wurden.

Im Jahr 2017 trafen allein im Brandenburgischen Himmelpfort bis Heiligabend rund 264.000 Wunschzettel aus der ganzen Welt ein. Bücher, Spiele, Bausteine, Kuscheltiere, Puppen, Spielzeugautos, Smartphones und Tablets, es gibt vermutlich nichts, was sich nicht irgendein Kind auf der Welt wünschen würde.

Und diese Briefe werden alle beantwortet! Helferinnen und Helfer von Weihnachtsmann und Christkind in den Weihnachtspostfilialen schreiben den Kindern zurück - mittlerweile in vielen verschiedenen Sprachen - und Blinden sogar in Brailleschrift.

Wir telefonieren mit den Helferinnen auf dem Postamt und wollen von euch wissen: Was steht denn drauf auf eurem Wunschzettel? Ruft an und gebt Patricia Bescheid: 0800 2254 2254.

Hier findet ihr die Adressen aller sieben Weihnachtspostämter in Deutschland.