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Beitrag vom 27.12.2017

MusiktagHosenrolle - Rollentausch auf der Bühne

Kristina Dumas Beitrag hören
Portrait der Sängerin Tara Erraught. (picture alliance / dpa / Frank Leonhardt)
In der Oper „Hänsel und Gretel“ spielt Tara Erraught den Hänsel (picture alliance / dpa / Frank Leonhardt)

Das Frauen oder Mädchen Hosen tragen ist in Europa heute selbstverständlich. Das war aber nicht immer so. Noch vor 200 Jahren galt das als unvorstellbar. Aber auf der Bühne war es schon seinerzeit möglich, als Verkleidung, in einer Hosenrolle. Außerdem zu hören: "Monteverdi zum 450.Geburtstag" - Klassik für Einsteiger von Ulrike Timm

Wenn die Opernsängerin auf der Bühne einen Mann spielt, so nennt man das eine Hosenrolle.
Stellt ihr euch komisch vor?
Eine Frauenstimme als Mann?
Unzählige Komponisten fanden das aber ziemlich spannend und in der Oper gibt es unzählige Hosenrollen. Beispielsweise Cherubino aus " Die Hochzeit des Figaro" und  Romeo aus "Romeo und Julia". Beides sind echte Hosenrollen. Damit meint man, dass eine Frau die ganze Zeit einen Mann auf der Bühne singt und spielt. In manchen Opern verkleiden sich Frauen als Männer - aber nur für eine bestimmte Zeit. Mal sind sie eine Frau, dann spielen sie einen Mann. Ludwig van Beethoven hat die Musik für so eine Rolle komponiert. In Beethovens Oper "Fidelio" gibt es eine Hauptfigur: Leonore. Leonore ist mutig und treu und sie möchte ihren Mann aus dem Kerker retten. Das gelingt ihr aber nur, in dem sie sich als Mann verkleidet, denn zu Beethovens Zeit dürfen Männer sehr viel mehr als Frauen.

Wenn Frauen Hosen tragen - Über Hosenrollen, von Kristina Dumas.

Außerdem zu hören:

Das Jahr 2017 war ein "Monteverdi-Jahr", da dieser Komponist vor genau 450 Jahren geboren wurde. Wer dieser Mann war und warum seine Musik noch heute gerne gespielt wird erzählt Ulrike Timm