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Beitrag vom 12.10.2021

MulticopterWas kann eine Drohne so?

mit Fabian und Mattis Beitrag hören
Rückansicht von Vater und Tochter mit fliegender Drohne am Schluchsee (imago / Andreas Haas)
Endlich mal ein Spielzeug für Groß und Klein! Sofern die Tochter auch mal darf ... (imago / Andreas Haas)

Kopf einziehen! Heute lassen wir im Studio eine Drohne fliegen! Natürlich zu Forschungszwecken. Wir wollen wissen: Wozu sind Multicopter, wie sie eigentlich heißen, gut? Ist es schwierig, sie zu steuern? Und wo lernt man das?

Es gibt große und kleine, gute und böse Drohnen und die allermeisten sind eigentlich gar keine. "Drohne" ist ein Begriff aus dem Militär. Gemeint sind damit UAVs, also "Unmannend Aerial Vehicles", zu Deutsch: unbemannte Flugzeuge. Streng genommen müssten Drohnen Multicopter heißen. Wer’s ganz genau nimmt, sagt Quadrocopter zu einer Drohne mit vier Propellern, Hexacopter zu einer mit sechs Propellern und Octocopter zu einer mit acht Propellern. Aber weil Drohne so schön einfach ist, hat sich das durchgesetzt.

Die allererste Drohne flog übrigens schon am 4. Juni 1783. Hä? Da gab’s doch noch nicht mal Strom?! Richtig. Bevor die Brüder Montgolfier mit den Heißluftballonen Geschichte schrieben, ließen sie eine unbemannte Miniversion von einem Heißluftballon in den Himmel steigen. Später wurden Drohnen in Kriegen eingesetzt. 1849 zum Beispiel hat das Königreich Österreich-Ungarn mit Wasserstoff gefüllte Ballons genutzt, um Aufstände niederzuschlagen. Und schon im Ersten Weltkrieg wurden unbemannte Flugzeuge per Funk in gegnerische Ziele gesteuert.

Pizza und Leute liefern

Die Multicopter lassen sich aber auch für viele friedliche Zwecke einsetzen. Pakete ausliefern etwa, Luftaufnahmen mit der Kamera machen, Äcker düngen, Windräder oder Schienen kontrollieren, Pizza liefern oder … Leute. Tatsächlich gibt es in Dubai die ersten Tests mit riesigen Drohnen, die Menschen abholen und wieder absetzen. Man kann auch richtige Wettrennen mit den Drohnen machen. Einige fliegen mehr als 100 Stundenkilometer schnell, also so wie ein Auto auf der Autobahn. 

Vorher muss man natürlich lernen, wie man so eine Drohne sicher steuert. In einer Drohnenflugschule zum Beispiel geht das. Und wo wir gerade bei Sicherheit sind: Darf eigentlich jede überall eine Drohne fliegen und damit auch Aufnahmen machen? Wir fragen mal die Polizei.

Völlig unbedenklich ist ein Gruß ins Kakadu-Studio. Egal ob ihr eine Frage habt oder einfach mal etwas loswerden wollt, wir freuen uns über eine Sprachnachricht: 0174 16 24 523.

Autor: Peter Kaiser
Online-Fassung: Laura Lucas