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Beitrag vom 28.07.2020

Mädchen und Kampfsport#114 Was ist Kalaripayattu?

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Sunayna Warrior trainiert die alte indische Kampfkunst Kalari (Antje Stiebitz)
Sunayna Warrior trainiert die alte indische Kampfkunst Kalari (Antje Stiebitz)

Teils Tanz, teils Kampf, teils Schauspiel. Außerdem uralt und kaum bekannt: das ist die indische Kampfkunst Kalaripayattu. Gerade ist sie in Indien wieder angesagt – und zwar auch bei Mädchen.

Es rasselt, klirrt und scheppert beim Kalaripayattu, kurz Kalari. Denn bei dieser Kampfkunst wird mit Stöcken, Schwertern und Schilden gekämpft. Jedenfalls, wenn man schon viel trainiert hat und fortgeschritten ist. Wie bei den meisten Kampfsportarten geht es beim Kalari aber vor allem um Selbstverteidigung.

Ein weiser Mann soll den Stil etwa 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung entwickelt haben, als er im Wald umherwanderte und sich gegen wilde Tiere wehren musste. Daraus entstanden acht Positionen und Bewegungsabläufe, die Tierbewegungen nachahmen – den Elefanten zum Beispiel oder die Schlange.

Kalari wird vor allem in Südindien trainiert, erobert gerade aber auch den Rest des Landes. Auch Kinder und vor allem Mädchen begeistern sich für die alte Kampfkunst. Für den Kakadu-Podcast war Reporterin Antje Stiebitz bei einem Training dabei – und Tim und Selma üben im Studio den Elefanten und die Schlange. Wie sie’s hinkriegen? Anhören!

#114 Was ist Kalaripayattu?
Moderation: Tim Wiese und Selma
Recherche und Reportagen: Antje Stiebitz
Technik: Hendrik Stein
Redaktion: Lydia Heller
Deutschlandfunk Kultur, 2020