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Beitrag vom 01.06.2018

Leben im SOS-KinderdorfWir sind Familie

Von Kati Obermann Beitrag hören
SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner in einer Aufnahme von 1983 (imago/teutopress)
SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner in einer Aufnahme von 1983 (imago/teutopress)

1949, da war der Krieg noch nicht lange zu Ende, gründete Hermann Gmeiner in Österreich das erste SOS-Kinderdorf. Denn viele Kinder hatten keine Eltern mehr - oder konnten nicht mehr bei ihnen leben. Heute gibt es diese Kinderdörfer in 133 Ländern.

Die Idee Hermann Gmeiners, verwaisten und verlassenen Kindern in der Nachkriegszeit ein neues Zuhause zu geben, wurde 1949 mit der Gründung des Vereins SOS-Kinderdorf und der Errichtung des ersten SOS-Kinderdorfes in Imst in Tirol umgesetzt.

Als Vorbild diente das hauptsächlich für Kriegswaisen 1944 bis 1946 entstandene Schweizer Kinderdorf in Trogen (Appenzell Ausserrhoden), das nach dem Schweizer Philanthropen und Pädagogen "Kinderdorf Pestalozzi" benannt wurde. Eröffnet wurde das erste Haus ("Haus Frieden") am 15. April 1951.

Hermann Gmeiner investierte sein gesamtes Vermögen von 600 Schilling in die ersten Spendenaufrufe, die dazu aufforderten, den Verein mit einem Schilling monatlich zu unterstützen. Diese Aufrufe fanden eine unerwartete Resonanz. Erste Kinderdorfmutter war die Burgenländerin Maria Weber (1919–2011), die 1957 in das Kinderdorf in die Hinterbrühl wechselte.

Das Ziel: ein Zuhause für eine Million Kinder

Im Jahr 2012 wurde Siddhartha Kaul von der Gerneralversammlung zum Präsidenten von SOS-Kinderdorf-International gewählt. Er hat ein ehrgeiziges Ziel vorgegeben. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen eine Millionen Kinder in SOS-Kinderdörfern ein fürsorgliches und famikiäres Zuhause finden.