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Beitrag vom 22.07.2016

Klassenzimmer im Grünen

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Jemand begießt Salatpflanzen mit Wasser. (picture alliance / dpa)
Gärtnern macht Spaß! (picture alliance / dpa)

Es gibt wilde Dschungel im Schatten von Hochhäusern und Gärten in Reih und Glied – Schulgärten sind so unterschiedliche wie Schulen eben auch. Der allererste dieser Schulgärten wurde vor 300 Jahren in Halle an der Saale gegründet und wird heute von vielen Kindern aus ganz unterschiedlichen Schulen gepflegt. Und die Theorie, der Schulgartenunterricht im Sitzen, findet in einem großen Gewächshaus statt.

In Berlin, rund 200 Kilometer nordöstlich von Halle, liegt der Garten der Schule an der Wuhlheide. Dort betreuen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Nachbarn ein großes Grundstück hinter der Schule. Und jedes Jahr werden dort neue Gartenexperimente ausprobiert. Praktisch geht es hier zu. Denn was kein Lehrbuch vermitteln kann, wird in Schulgärten mit allen Sinnen erfahrbar: die Wunder und Launen der Natur, die ökologischen Zusammenhänge, Gärtnerglück und nicht zuletzt Kenntnisse über unsere Ernährung. Denn wer einmal eine Kartoffel selbst gepflanzt, gepflegt und geerntet hat, weiß, wie lange es vom kleinen Keimling bis in den Kochtopf dauert.

Aber er wird auch belohnt: Der Geschmack der eigenen Ernte ist einfach besser, und das Gärtner-Wissen bleibt tief - nicht nur im Kopf - verankert.