Sonntag, 16. Juni 2019
 
 
Player: wähle einen Beitrag
 
 
Beitrag vom 17.12.2018

Kinder machen KarateDie gefährliche leere Hand

Von Peter Kaiser Beitrag hören
Kinder beim Sport (picture alliance/dpa-Zentralbild/Hans Wied)
Bloß nicht ärgern! Kinder bei der offenen Meisterschaft im traditionellen Karate. (picture alliance/dpa-Zentralbild/Hans Wied)

Die Kampfkunst Karate kommt aus Japan, und übersetzt heißt Karate "leere Hand". Gemeint ist damit, dass man sich gegen einen Angreifer nur mit der leeren Hand verteidigen kann, und natürlich auch mit den Füßen.

Karate, sagt man, kam vor 1500 Jahren aus den chinesischen Shaolin-Klöstern, wo Mönche Kung Fu betrieben, um nach dem langen Meditieren beweglich zu bleiben. Heute lernen Karatekämpfer Schläge, Tritte und Stöße mit hoher Geschwindigkeit und großer Konzentration auszuführen. Wobei es immer um das Trainieren eines Verteidigungskampfes geht, den Angriff abzuwehren, abblocken, Hand gegen Hand, Arm gegen Arm und Fuß gegen Fuß.

Beim Karate gibt es verschiedene Wettkampfarten: Kein-Kontakt, Halb-Kontakt und Voll-Kontakt.

Die härteste Variante ist der Vollkontakt-Wettkampf. Hierbei werden Tritte und Stöße nicht nur angedeutet, sondern tatsächlich ausgeführt.

Beim Halbkontakt-Wettkampf hingegen sieht es nur so aus, als ob sich Karatekämpferinnen und Kämpfer treten und schlagen. In Wirklichkeit berühren sie sich nicht. Um Verletzungen zu vermeiden wird jeder Schlag einen Zentimeter vor dem gegnerischen Körper gestoppt.

Um Karate zu lernen, muss der Karatekämpfer den ganzen Körper trainieren - besonders Hände, Füße, Knie und Ellenbogen. Handtechniken werden auf speziellen Schlagpolstern geübt und Fußtechniken am Sandsack. Dass härtet die Hände und Füße ab.

Am 25.02.2012 nahmen über 150 Kinder und Jugendliche aus 11 Vereinen an der ersten offenen Kinder- und Kadetten-Karatemeisterschaft im traditionellen Karate, ausgerichtet vom Fachverband Shotokan Ryu in Deutschland e.V. (SRD e.V.) teil. (picture alliance/dpa-Zentralbild/Hans Wiedl)Gerade Mädchen können durch Kampfsport mehr Selbstvertrauen gewinnen. (Archivbild) (picture alliance/dpa-Zentralbild/Hans Wiedl)

Wie bei allen Kampfsportarten lernt man das nicht an einem Tag, oder in wenigen Wochen, sondern man braucht dafür einige Jahre, bis man so ungefähr in der Lage ist, sich wirksam zu verteidigen. Der Weg dahin ist nicht leicht, und manchmal will man aufgeben. Aber Karate ist mehr als nur eine Sportart. Karate zeigt einem auch, dass man weitermachen muss, wenn es schwierig wird.

"Es wird pro Gurt immer schwerer und anstrengender. Aber wenn man die Prüfung geschafft hat, ist man froh und erleichtert", erklärt die 10 jährige Moona. "Man zweifelt nie an sich. Ok, die nächste Prüfung werde ich auch schaffen, niemals an sich zweifeln".

Außerdem Thema an diesem Montag:

"Welche Geschenke sind Weihnachten tabu", von Hilde Braun

"Weihnachtskarten" ein Kalenderblatt von Brigitte Jünger