Viel Spaß
    Von Zeitungsenten und Orang-Utan-Patenschaften

    Warum heißt der Zeitungsknüller eigentlich "Knüller?

    26:16 Minuten
    Eine gelbe Gummiente schwimmt in einem blauen Wasserbecken
    Quietsche-Ente. Kennt man. Aber was ist denn eine Zeitungsente? © picture alliance / Zoonar / Andres Victorero
    mit Patricia · 25.08.2022
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    Ein Zeitungsknüller ist eine Geschichte, die jeder lesen will und die einen so sehr beschäftigt, dass sie Freunden und Nachbarn erzählt werden muss. Aber warum heißt so eine Story Knüller? Hat das was damit zu tun, dass Papier zusammengeknüllt werden kann?
    Wenn Zeitungen besonders aufregende Geschichten erzählen, dann spricht man von einem "Knüller". Aber warum heißt der Knüller ausgerechnet so? Vielleicht ja, weil irgendwann mal jemand nach einem besonders interessanten Artikel zu seinem Gegenüber gesagt hat: „Wahnsinn, das musst du lesen!" Dann hat er die Zeitung dem anderen zugeworfen und dafür hat er die Zeitung eben zusammengedrückt und geknautscht. Also geknüllt!
    Aber so war es dann wohl doch nicht. Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass der Begriff aus dem Jiddischen kommt. Denn dort gibt es das Wort „Kneller“. Das bedeutet: "Schlager". Es besagt, dass die Zeitungsgeschichte eingeschlagen ist, also dass die Leute darüber sprechen und dass diese Geschichte sogar ein bisschen die Welt verändert.

    Warum ist die Zeitungsente keine echte Ente?

    Und dann gibt es da noch die "Zeitungsente". Noch so ein merkwürdiges Wort. Von einer "Zeitungsente" spricht man, wenn eine Zeitungsmeldung falsch ist oder Journalist*innen eine Geschichte erzählen, die gar nicht stimmt. Das passiert immer dann, wenn ihnen jemand Quatsch erzählt hat, den sie nicht richtig überprüft haben. Heute sagt man auch "Fake News", kennt ihr ja bestimmt.
    Aber warum ist das jetzt ausgerechnet eine Ente? Enten sind doch keine Journalist*innen! Stimmt! Aber wir erzählen Euch das. Also, normalerweise werden in Zeitungen und Nachrichtensendungen ja nur Meldungen verbreitet, die vorher überprüft wurden. Die Journalist*innen sehen also nach, ob alles wirklich stimmt.
    Aber früher haben sie manchmal auch Geschichten in die Zeitung genommen, bei denen sie sich nicht sicher waren, ob alles richtig ist. Deshalb haben sie „non testatum“ dazu geschrieben. Das ist Latein und heißt "nicht bezeugt", dass die Geschichte also niemand bestätigen kann.
    Aber in der Zeitung ist jede Zeile wertvoll. Was haben sie also gemacht? Na klar, eine Abkürzung genommen! Sie haben nur die ersten beiden Buchstaben geschrieben: „N“ und „T“. Und jetzt lest Euch das mal selber laut vor. Richtig, das hört sich ja an wie "Ente".

    Patenschaft für einen Orang-Utan

    Der Orang-Utan ist vom Aussterben bedroht. Die Organisation Borneo Orangutan Survival (kurz BOS) rettet verwaiste und verletzte Orang-Utans. In zwei Rettungsstationen auf Borneo kümmern sich die Helferinnen und Helfer gerade um rund 400 Menschenaffen. Die Affen werden medizinisch betreut und in mehreren Jahren auf ihre Auswilderung vorbereitet.

    Wenn Ihr eine Frage an uns habt, schickt uns einfach eine Sprachnachricht – am besten per WhatsApp! 0174 16 24 523 ist die Nummer vom Kakadu.

    Die BOS schafft auch neue Schutzgebiete, in denen wild lebende Orang-Utans frei leben können. Außerdem forstet er zerstörte Regenwaldflächen wieder auf. Außerdem informiert der BOS Deutschland die Menschen, damit diese erfahren, in welcher Not sich die Orang-Utans befinden.
    Wie so eine Patenschaft für einen Orang-Utan funktioniert, erklärt uns Susanne Danke von BOS. Mehr Informationen dazu findet Ihr hier.

    Endlich Karate

    Und dann war da noch Lorenz. Neu in seinem Leben ist, dass er in einer höheren Karategruppe trainieren darf. Seiner Ansicht nach war das aber auch allerhöchste Zeit ...

    Kakadu-Update vom 25. August 2022
    Moderation: Patricia Pantel
    Autorinnen: Jennifer von Massow, Regina Voss und Ilka Lorenzen
    Redaktion und Onlinefassung: Thomas Fuchs