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Beitrag vom 19.02.2018

InfotagOlympische Winterspiele

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(dpa)
Skeleton - bäuchlings im Eiskanal - Da braucht es echt Mut. (dpa)

Da braucht es Mut. Skeleton - Die Muttersportart alle Bob und Rodelsportarten.

Skeleton ist eine Sportart, bei der die Athelten bäuchlings, also auch dem Bauch liegend, mit dem Kopf voraus auf einem Schlitten durch einen Eiskanal fahren. Sie werden dabei bis zu 145 Stundenkilomter schnell. Der Name dieser gefährlichen Sportart kommt daher, dass die Bauart des Schlitten an ein stählernes Skelett erinnert. Und Skelett auf Englisch heißt Skeleton.

Die Skeletonfahrerinnen und Fahrer starten im Stehen und springen nach einem kurzen Anlauf bäuchlings auf den Schlitten.

Seine Ursprung hat die Sportart Skeleton in den berühmten Schweizer Kurort St.Moritz. Vor über 150 Jahrn war dort unter den Kurgästen das Rodeln sehr beliebt. Und im Jahr 1884 baute dann schließlich ein Gruppe von britischen Adeligen um Major Bulpett bei St. Moritz die erste Eisbahn der Welt. Der steile Hang, in den sie die Rille für diese Natureisbahn hineingruben, lag oberhalb des Ortsteils Cresta. Und so wurde das erste Rennen in diesem steilen, sehr gefährlichen Eiskanal Cresta-Rennen genannt. Ob als Mutprobe, Folge einer Wette oder einfach so aus Jux, zwei Jahre nach dm ersten Rennen wagte der erste Fahrer die Abfahrt mit dem Kopf heran.

Skeletonfahren ist ein sehr gefährlichen Sport, die Sportlerinnen und Sportler, die auch Sletonis genannt werden, tragen außer einem leichten Schutzhelm sowie Skeletonschuhe keine sonstigen Schutzpolster unter ihrem leichten, engeln Stoffanzug. Da darf bei 145 Km einfach kein Sturz passieren.

Skeleton ist erstmals im Jahr 1928 bei den Winterspielen in St. Moritz im Programm der Spiel gewesen, natürlich auf der Cresta. Dann erneut im Jahr 1948, wiederum in St. Moritz auf der Cresta. 

Dann gab es lange eine olympische Pause um diese Sportart. Erst im Jahr 2002 bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City war Skeleton wieder dabei und ist seitdem ein fester Bestandteil der olympischen Wettbewerbe.

Obwohl ein Skeletonschlitten eher wie ein Rodelschlitten aussieht, zählt die Sportart zum Bobsport.

Ja, es ist sogar so, dass der Bobsport sich aus dem Skeleton-Schlitten entwickelt hat. Denn auch  der erste Bob der Welt wurde im Jahr 1888 in St.Moritz gebaut und bestand aus zwei Skeletonschlitten hintereinander, die mit einer Stange verbunden waren. Um dieses Gefährt zu steuern, kam eine Lenkstange und ein Lenkrad hinzu. Seinerzeit fuhren fünf Personen auf einem derartigen Bob-Schlitten. 

Aus diesem Doppenschlitten entwickelten sich dann im Laufe der Jahre der Bob, wie wir ihn heute kennen.

(thomas fuchs)

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