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Beitrag vom 26.10.2018

Göttliche GastfreundschaftHerzlich Willkommen

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"Herzlich Willkommen in Deutschland" steht mit zwei Herzchen in Kinderschrift auf einem Zettel zwischen Wasserflaschen (imago/Ralph Peters)
Ist Gastfreundschaft wirklich nur auf kurze Dauer angelegt? (imago/Ralph Peters)

Die Gastfreundschaft gilt als eines der ältesten Kulturgüter. Denn jeder kann einmal in die Situation kommen, dass er irgendwo fremd ist und auf Hilfe von anderen angewiesen ist. "Mein Haus ist Dein Haus", so heißt ein lateinisches Sprichwort.

Doch bedeutet das, man soll jeden willkommen heißen? Auch Fremde?
Familienangehörige und Freunde herzlich zu empfangen und zu bewirten ist üblich, doch wer in der Welt unterwegs ist und eine Bleibe sucht, ahnt, was das Wort Gastfreundschaft bedeutet und dass es Unterschiede gibt von Land zu Land. Wer früher Wanderungen unternahm,  war klug beraten, an Pfarrhäusern oder Klosterpforten zu klopfen, denn Benedikt von Nursia, der Gründer benediktinischer Klöster, hat im 6. Jahrhundert religiöse Regeln verfasst in denen der festschrieb, dass Gäste bei ihrer Ankunft wie Christus empfangen werden sollen, denn Jesus Christus habe einmal gesagt:  "Ich war ein Fremdling, und ihr habt mich aufgenommen."

Aber auch in anderen Religionen, beispielsweise dem Judentum, wird die Gastfreundschaft sehr hoch angesetzt:
"Wer Gastfreundschaft übt, bewirtet gleichsam Gott selbst.", so heißt es im Talmud – einer jüdischen Schrift. Doch heißen Christen auch Muslime willkommen und Juden auch Christen?

"Göttliche Gastfreundschaft"
Ein Kakadu-Feature von Magdalene Melchers