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Beitrag vom 11.07.2018

FlamencoTanz, Gesang, Gitarre

Von Felicitas Förster Beitrag hören
Flamenco-Tänzerin (imago stock&people)
Flamenco war zunächst nur eine Sache der Frauen. (imago stock&people)

Flamenco - für viele die Musik Spaniens. Dabei wurden diese Klänge dort lange Zeit abgelehnt und erst in späterer Zeit gewann die Mischung aus Tanz, Gesang und Gitarrenbegleitung die Bedeutung, die sie heute hat.

Die Anfänge des Flamenco liegen im Gesang. Der "cante", wie es die Musiker sagen, war eine orientalisch anmutende Klage, die ursprünglich unbegleitet vorgetragen wurde. Der Tanz kam erst später dazu und war anfangs allein Sache der Frauen.  Er gewann vor allem in der Zeit der cafés cantantes von 1850 bis 1936 an Bedeutung, als diese speziellen Flamenco-Lokale populär wurden.  Etwa zu dieser Zeit begann sich auch die Begleitung der Tänzerinnen und Sängerinnen auf der Gitarre durchzusetzen.

Flamenco stammt aus Indien

Entstanden ist der Flamenco aus der Begegnung andalusischer Volksmusik mit der Musizierweise der Roma. Die stammten ursprünglich aus Indien und ließen sich erstmals um 1425 in Spanien nieder. Doch dort waren sie seinerzeit gar nicht willkommen.

Einige dieser Familien stellte der spanische König jedoch unter besonderen Schutz, weil ihre Söhne und Väter in der flandrischen Armee gedient hatten. Und daher hat auch diese Musik ihren Namen: Flamenco ist das spanische Wort für Flame. 

Die Melodien und  Spielweisen des Flamenco gehen auf Melodien und Rhythmen zurück, die die Roma bei ihren langen Wanderungen quer durch die Länder Asien, Orients und Euroa kennenlernten.  

Heute präsentiert sich der Flamenco in vielfältiger Weise. Vom traditionellen Solotanz über große Flamenco-Ballett-Gruppen bis hin zu Revue-Spektakeln.

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