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Beitrag vom 20.04.2018

EntdeckertagDehnt sich, schmeckt und pappt - aus dem Leben eines Kaugummis

Von Silke Wolfrum Beitrag hören
Eine Skulptur von Qian Sihua steht in Sydney. (WILLIAM WEST / AFP)
Kaugummikauen inzwischen auch als Kunstwerk. (WILLIAM WEST / AFP)

Am Entdeckertag präsentiert Euch Ryke:

Der Kaugummi hat also eine sehr lange Geschichte und findet sich eigentlich überall auf der Welt. Funde belegen, dass in Finnland die Menschen bereits vor 9000 Jahren auf Birkenpech herumkauten, ähnliche Funde gibt es in der Süddeutschland, der Schweiz oder Ägypten. Auch die Ureinwohner Zentralamerikas mochten es, auf etwas herumzukauen, nicht um es zu essen, sondern einfach so wegen des Kauens. Bei den Maya und Azteken war das Chicle, ein Gummi, das aus dem weißen Milchsaft des Breiapfelbaums gemacht wird und auch auch heute noch in manchen Kaugummmis verwendet wird.  Allerdings kann dieser Baum nur alle sechs bis acht Jahre "gemolken" werden. Weil aber allein jeder Deutsche durchschnittlich 100 Kaugummis im Jahr in den Mund kaut, werden heute oft künstlich erzeugte Stoffe bei der Herstellung benutzt.

Kaugummistreifen Copyright: xMEVx ALLMV58042005 Copyright xMEVx ALLMV58042005 (Imago | allOver-MEV)100 Kaugummis kaut jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. (Imago | allOver-MEV)

Der erste Kaugummifabrikant war der US-Amerikaner John Curtis Jackson. Er verwendete ein indianisches Rezept mit Fichtenharz als Grundstoff und Bienenwachs. 1848 begann er mit der Produktion seines Kaugummis und war auf Anhieb erfolgreich.

 1875 kam ein anderer Amerikaner , John Colgan auf die Idee Kaugummi mit Geschmack anzureichern.  und war damit sehr erfolgreich. Seitdem gibt es Kaugummis mit den unterschiedlichem Geschmack: Minze, Lakritze oder Erdbeeren, es ist alle smöglich. Grundlage ist die Kaumasse, sie war früher vor allem aus Chicle, Latex, dazu kommen Verdickungsmittel und Weichmacher. Sie sorgen dafür, dass der Kaugummi sich besser kaut. Früher war in vielen Kaugummis Zucker, heute ist es meistens Süßstoff, weil der besser für die Zähne ist.

Ein Kaugummiautomat hängt im Münchner Stadtteil Westkreuz (Bayern)  an einer Mauer.  (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)Ein Kaugummiautomat hängt im Münchner Stadtteil Westkreuz (Bayern) an einer Mauer. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)

Eine weitere kleine Kaugummi-Revolution gelang 1928 dem Amerikaner Walter E. Diemer. Er erfand zufällig eine Masse, die die Bildung großer Kaugummiblasen ermöglicht. Diese Eigenschaft verhalf neuem Produkt namens "Dubble Bubble" zu weiter Verbreitung.

Wa ssonst noch interessant ist ...

Einer Studie nach fördert Kaugummikauen die Konzentration, das Gehirn bekommt das Kauen 25% mehr Blut zugeführt

Ein Kakadu-Feature von Silke Wolfrum