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Beitrag vom 08.08.2018

Eine Klangskulptur, die man bespielen kann.Das Hang ist ein Gefäß aus Pang

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Renate Eggert-Schwarten spielt am 20.09.2014 zum Tag der offenen Tür im Jugend- und Kinderhospiz Löwenherz in Syke (Niedersachsen) das sehr seltene, schweizerische Instrument Hang. Das Jugendhospiz feiert in diesem Jahr sein einjähriges Bestehen. (picture alliance / dpa  / Ingo Wagner)
Ein Instrument wie ein Ufo: das Hang (picture alliance / dpa / Ingo Wagner)

Im Jahre 2000 erfanden zwei Schweizer in Bern ein völlig neues Musikinstrument: Das Hang. Eine Weiterentwicklung der klassischen Steelpans aus Trinidad, wobei jedoch das Hang mit Fingern und Händen gespielt wird.

Das Hang ist ein Musikinstrument, das so ähnlich aussieht, als hätte man zwei Wokpfannen zusammengeschweißt, in die Unterseite ein Loch gehämmert und die Oberseite ungleichmäßig eingedellt. Doch jede Delle, jede Wölbung in den Halbkugelsegmenten aus Pang, einem gehärtetem Stahlblech, ist gewollt, geplant und hat ihren Sinn. In der Mitte befindet sich der sogenannte Ding, ringsherum der Chor, daneben die Klangfelder der Stimmen und unten eine Resonanzöffnung mit Namen Gu.

Hang bedeutet "Hand"

Klingt verrückt? Mag sein, doch das Hang gibt es wirklich und in echt. Und es ist eins der wenigen neuen - wirklich komplett neu - entwickelten Instrumente, das nichts mit Computern zu tun hat. Seit gut 18 Jahren gibt es das Hang. Entwickelt haben es zwei Schweizer, aus der Stadt Bern. Gespielt wird das Hang mit den Fingern und den Händen. Und das gab ihm auch seinen Namen, denn Hang bedeutet im Berndeutschen Hand.

Es ist ein Instrument, das inzwischen überall auf der Welt bekannt ist. Weil man ihm so schöne Töne entlocken kann, begegnet es uns manchmal auch bei Straßenmusikanten. Es allerdings zu spielen, verlangt einige Kunstfertigkeit.

Kakadu-Reporter Elmar Krämer hat mit Kindern über dieses außergewöhnliche Instrument gesprochen und einen Hang-Spieler gefunden, der uns etwas über sein Instrument erzählt.

"Das Hang" zum Nachhören.

Außerdem zu hören:

"Das Glocken A-B-C" Von Felicitas Förster

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