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Beitrag vom 05.04.2019

Die Geschichte der Roma und SintiEin Volk ohne Staat

Von Angi Harrer-Vokurep Beitrag hören
Undatierte Aufnahme des englischen Schauspielers, Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten Charlie Chaplin als "Tramp". (picture alliance / dpa / UPI)
Charlie Chaplin - vermutlich einer der berühmtesten Roma der Welt. (picture alliance / dpa / UPI)

Vor mehreren hundert Jahren kamen Sinti und Roma nach Europa. Hier siedelten sie sich in verschiedenen Ländern an. Doch von Beginn an wurden sie ausgegrenzt und verfolgt. Die Geschichte über ein Volk, das nie wirklich sesshaft wurde.

Das Volk der Sinti und Roma kam vor mehreren hundert Jahren nach Europa. Hier siedelten sie sich in verschiedenen Ländern an. Mit den Begriffen Sinti und Roma werden Bevölkerungsgruppen bezeichnet, die man früher Zigeuner nannte. Dieses Wort wurde in der Regel als Schimpfwort oder zur Ausgrenzung dieser Menschen benutzt und ist inzwischen nicht mehr gebräuchlich, weil es die Menschen verletzt. Über die Geschichte der Sinti und Roma ist wenig bekannt. Viele Wissenschaftler rätseln immer noch über ihre Vergangenheit. Aber aus den wenigen Dokumenten wissen wir, dass sie von Beginn an immer wieder als »Fremde« ausgegrenzt und verfolgt wurden. Sie mussten sich verstecken und haben manchmal gar nicht verraten, dass sie Sinti oder Roma sind. Zum Beispiel der Komiker Charlie Chaplin, der Mann mit Stock, Melone und Schnurrbart, der 350 Filmrollen spielte, ist möglicherweise einer der berühmtesten Roma der Welt. Solange er lebte, hat er das aber nicht verraten. Von der Geschichte der Sinti und Roma erzählt Angi Harrer-Vukorep.