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Beitrag vom 14.01.2019

Der Vogel des Jahres 2019Die Feldlerche

Regina Voss Beitrag hören
Feldlerche (Alauda arvensis), sitzt in einem Weizenfeld und wacht am Nest (imago / blickwinkel)
Der Vogel des Jahres: Die Feldlerche (imago / blickwinkel)

Mit Ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche jedes Jahr den Frühling ein. Doch in Deutschland ist sie immer seltener zu hören, denn die Feldlerche ist gefährdet. Daher ist sie der erste Vogel, der zum zweiten Mal vom NABU zum Vogel des Jahres gekürt wurde.

Kaum ein Vogel ist mit seinem Gesang derart prominent in der Dichtkunst vertreten wie die Feldlerche. Ob nun Shakespeares im Liebesdrama Romeo und Julia schrieb: "Es war die Nachtigall und nicht die Lerche ..." oder wenn der Volksmund sagt: Sie singt wie eine Lerche".

Trillernde, zirpende und rollende Laute werden in schneller rhythmischer Folge wiederholt und ununterbrochen vorgetragen. Ein Gesang, den früher jeder kannte und der, weil die Lerche mit der Morgendämmerung ihren Gesang beginnt, gerne als natürlicher Wecker genutzt wurde.

Kurzzehen-Lerchen (imago/blickwinkel)Auch die Kurzzehen-Lerche gehört zu den rund 100 Lerchenarten, die sich weltweit finden lassen. (imago/blickwinkel)

Doch wer sich heute auf den Lerchenwecker verlassen würde, der würde meist verschlafen. Denn die Lerche ist heute eine gefährdete Art.

Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren gab es über 100 Arten aus der Familie der Lerchen. Sie fanden sich nahezu überall auf der Erde. Sie bewohnen Wüsten, Steppen und Savannen. In Europa gibt es rund 20 Lerchenarten, in Deutschland drei: Feldlerche, Haubenlerche und Heidelerche, sie alle sind inzwischen gefährdet.

Die Feldlerche ist diejenige der heimischen Lerchenarten, die sich auf Wiesen und Äckern wohl fühlt.

Zudem mag sie die typischen hiesigen Landschaften: geschwungene Hügel, Wiesen, Weiden und  Felder.

Doch seitdem die Landswirtschaft zunehmend intensiviert wurde, ist der Bestand der Feldlerche rückläufig. Stehen beispielsweise die Getreidefelder zu hoch und zu dicht, kommen die Feldlerchen nicht an die Insekten und Wildkräuter auf dem Boden und sie können auch nicht mehr ihre Bodennester bauen.

Die Folge: Seit 1980 sind in ganz Europa mehr als die Hälfte aller Feldlerchen verschwunden. Um den übriggebliebenen Bestand zu retten, schlägt der Naturschutzbund NABU vor, die Lebensräume der Vögel während der Brutzeit besser zu schützen. Auch sollen mehr Brachflächen erhalten und weniger Pestizide eingesetzt werden.

Außerdem zu hören:

"Kinderrechteschulen" von Dana Sindermann.

"100 Jahre Rosa und Karl" - Ein Kalenderblatt von Annette Bäßler.