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Beitrag vom 08.10.2018

Der FreundschaftskniggeWie man Freunde gewinnt

Von Hilde Braun
Adolph Freiherr Knigge (1751 - 1796) (picture alliance / dpa)
Adolph Freiherr Knigge - der Urvater aller Ratgeberbücher. (picture alliance / dpa)

Jeder muss gleich viel geben und nehmen. Keine Scham, kein Verstellen, Zutrauen und Aufrichtigkeit sind wichtig. Vor rund 250 Jahren verfasste ein Adeliger Namens Knigge einen Benimm- und Höflichkeitsratgeber. Auch für die Freundschaft stellte er in dem Buch einige Regeln auf.

"Man pflegt zu sagen: das sicherste Mittel, Freunde zu haben, sei, keiner Freunde zu bedürfen", so schrieb der Adelige Adolph Freiherr Knigge vor über 250 Jahren in seinem Buch "Über den Umgang mit Menschen".

Für die meisten Menschen ist dieses Buch, auch kurz und knapp "der Knigge" genannt, eine Benimm-Ordnung. Wie man Messer und Gabel benutzen sollte, wie man sich angemessen kleidet, höflich grüßt und "Danke" und "Bitte" nicht vergessen sollte.

Doch in dem Buch geht es um viel, viel mehr. Denn im Knigge finden sich Freundschaftsregeln, die auch heute noch helfen können, eine Freundschaft richtig zu pflegen.  

Zuvorderst ist für Knigge die Achtsamkeit wichtig. Den Freunden zuhören, mitfühlen, und den anderen ausreden lassen. Missverständnisse direkt mit dem Gegenüber klären und nicht über Dritte, und wie Jonathan nach der Knigge-Lektüre weiß: "nicht beschimpfen, ausreden lassen und zuhören vor allem."

"Spannet Eure Erwartung, Eure Meinung von Euren Freunden nicht zu hoch, so wird Euch ein menschlicher Fehltritt, den sie in Augenblicken der Versuchung begehen, nicht befremden, nicht ärgern", so fordert Adolph Freiherr Knigge weiter. Und er behauptet, dass das Wichtigste in einer Freundschaft ist miteinander reden und dass man bereit sein muss, einander zu verzeihen.

Außerdem gibt er allen Freunden mit auf den Weg, in Kontakt zu bleiben.

"Bleibe aber immer, auch in der Entfernung, ein warmer Freund Deiner Freunde, sonst scheint es, als habest Du aus Eigennutz Dich an sie geschlossen."

Außerdem zu hören:

Von Cornelia Seliger