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Beitrag vom 09.01.2020

Angriff der Blutsauger#57 Was tun bei Läusealarm?

Mit Patricia und Fiene Beitrag hören
Ein Kinderarzt untersucht den Kopf eines Kindes nach Läusen. (imago/Westend61)
Die Diagnose steht: Dieses Kind hat Kopfläuse. (imago/Westend61)

Wer von Euch kennt es nicht. Die Kopfhaut fängt an zu jucken und brennen. Es kribbelt und wuselt in den Haare und dann irgendwann steht fest: Läusealarm. Du hast Kopfläuse. Und schon geht das Drama los.

Die Kopflaus ist eine der ältesten Feinde des Menschen. Spuren von ihnen finden sich bei den Mumien aus Ägypten und den Indianern in Amerika. Kopfläuse hat es offenbar immer schon gegeben.

Kopfläuse sind Meister der Tarnkunst: Ihre winzigen Eier versteckt sie so nah an der Kopfhaut wie möglich und die gemeine Kopflaus ist sogar instande, sich der Haarfarbe ihres Wirt anzuqassen.

Wird in einer Kita oder der Schule der Läusealarm ausgelöst, so geht zumeist das Theater los. Die Haare werden gewaschen und mit dem Läusekamm gesäubert, Tinkturen und Lotionen aufgetragen. Die Kuscheltiere wandern in die Tiefkühltruhe und Bettwäsche, Klamotten und Handtücher in die Waschmaschine. Viel Arbeit. Und wie man heute weiß, meist unnötig. Denn Wegräumen reicht völlig. Wenn Kopfläuse kein neues Blut saugen können, sind sie spätestens nach 55 Stunden ausgetrocknet.

Was viele auch nicht wissen ist, dass ein Läusebefall meldepflichtig ist und wer das nicht tut, begeht einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Winterzeit - Läusezeit so heißt es. Ob das stimmt und viele andere Fragen mehr zu Thema Läuse beantworten Patricia und Fiene.

Angriff der Blutsauger
#57 Was tun bei Läusealarm?
Moderation: Patricia Pantel und Fiene
Autor: Patricia Pantel
Technik: Sylvia Milchmeyer
Redaktion: Thomas Fuchs
Deutschlandfunk Kultur 2020