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Beitrag vom 25.03.2019

Alternative NahrungsmittelEinmal Quallen bitte!

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Eine Qualle vom Typ "Chrysaora hysoscella" im Meer (imago/Nature Picture Library)
Im Meer - großartig. Auf dem Teller - naja ... wer es mag ... (imago/Nature Picture Library)

Quallen haben bei uns bisher keinen guten Ruf. Im Wasser machen wir lieber einen großen Bogen um sie – trotzdem könnten sie bald auf unseren Tellern landen. Denn sie sind gesund und es gibt sie im Überfluss.

An den Stränden in den Urlaubsgebieten ärgern sie die Badegäste. Sie können schmerzhafte Verbrennungen verursachen und riechen ekelig. Doch langsam ändert sich das Image der Quallen. Denn sie sind essbar.

In Europa beginnt die Lebensmittelindustrie gerade erst, einheimische Quallen für sich zu entdecken. Natürlich kommmen nur die wenig giftigen Exemplare in Frage. Wie beispielsweise die Spiegeleiqualle, die tatsächlich ein bisschen aussieht wie ein Spiegelei, mit rundem Dotter in der Mitte. Sie ist nur leicht giftig und wäre ein gefundenes Fressen für Quallengenießer. Da ihr natürlicher Feind, der Fisch, seltener geworden, gibt es weltweit sehr viele von ihnen.

In China essen die Menschen schon seit tausenden Jahren Quallen. Und jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation, WHO, dazu aufgerufen, auch Quallen aus dem Mittelmeer und aus dem Schwarzen Meer zu essen. Die Weltgesundheitsorganisation will etwas für die Gesundheit aller Menschen tun: Sie will dafür sorgen, dass alle genug zu essen haben und dass alle das richtige essen. Und Quallen sind nun mal gesund und außerdem gibt es sie im Überfluss.

Außerdem an diesem Infotag zu hören:

"Köstliches aus aller Welt", von Kristina Hafer.

"Warum Muslime nicht alle Gummibärchen essen dürfen", von Martin Mölder.