Freitag, 22. September 2017
 
 
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Beitrag vom 30.08.2017

MusiktagKAPstadt- So klingt Potsdam

Von Sören Schrader Beitrag hören
Eine S-Bahn fährt am 18.03.2016 in den Bahnhof Babelsberg bei Potsdam (Brandenburg) ein, im Vordergrund ist eine Gleisbaustelle zu sehen. Vom Freitagabend bis Montagmorgen verkehren auf der S7 zwischen Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof wegen Gleisbauarbeiten nur Busse. Foto: Ralf Hirschberger/ZB (dpa (Ralf Hirschberger))
S-Bahn, Baustelle und Vogelgezwitscher - Der Sound von Potsdam (dpa (Ralf Hirschberger))

Ob Presslufthammer oder Vogelgezwitscher. Jedes Jahr begeben sich Schüler und Musiker in Potsdam auf die Suche nach Sounds. Dabei sammeln sie alles, was in der Stadt zu hören ist und arrangieren aus diesen Klangbausteinen neue Kompositionen, die sie dem Publikum präsentieren. Sören Schröder war für Kakadu bei dieser Aufführung dabei.Außerdem ein Thema am Musiktag: "Claudio Monteverdi zum 450. Geburtstag" von Ulrike Timm.

Endlich war es wieder soweit: Potsdamer Kita - und Schulkinder von 5 - 16 Jahren entdecken gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern der Kammerphilharmonie Potsdam (kurz KAP) die Klänge ihrer Heimatstadt.

In dieser Spielzeit waren sie ganz besonders kreativ, denn was anschließend präsentiert wurde, reichte von historischen Klangspaziergängen und Geschichten über eigene Kompositionen, Performances mit iPads und echten Instrumenten bis hin zu den Sounds eines echten Dampfschiffs, die in einer Live-Klanginstallation mit Eimern, Sieb, Luftballons und viel Wasser zum Leben erweckt wurde.

Das Projekt "KAPstadt – So klingt Potsdam" wird von der Forschungsstelle Appmusik der Universität der Künste Berlin begleitet, um die Nutzung von Apps und Tablets im Einsatzbereich Orchester und Musikvermittlung zu erproben. Mehr unter KAPstadt

In der Klassik für Einsteiger, kurr KFE stllt Euch Ulrike Timm Claudio Monteverdi vor. Den 2017 ist ein "Monteverdi-Jahr" in der Musik. Wieso eigentlich? Der Komponist  wurde vor 450 Jahren geboren, ist also schon ewig tot, und da soll einer wichtig sein bis heute? Ist er. Claudio Monteverdi suchte immer das Neue. Wenn er ein Madrigal schrieb – Madrigale sind die Lieder seiner Zeit – dann war das beinahe eine Zeitung in Tönen, so lebendig ließ er die Stimmen durcheinander und zusammen singen, so als habe jeder seine Sicht der Dinge in Tönen zu erzählen. Kein Wunder eigentlich, dass Monteverdi schließlich bei der Oper landete – und dass er die erste Oper schrieb, die wir heute noch wirklich auch auf der Bühne sehen können. L‘Orfeo – ein Musikstück über den berühmtesten aller Sänger, über Orpheus, der so wunderbar singen konnte, dass er Stürme und sogar den Tod besänftigte. Und seine Eurydike gewann, die Frau seines Lebens. Die verlor er aber auch wieder – denn eine rundum glückliche Oper ist ja selten eine gute Oper. Monteverdis L‘Orfeo aber – das ist eine sehr gute Oper.

"Claudio Monteverdi zum 450. Geburtstag" von Ulrike Timm.