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Beitrag vom 21.08.2016

WochenvorschauPost von Kakadu

Von Thomas Fuchs
Deutsche Geldmünzen werden auf eine Tischplatte geschüttet.  (imago / Birgit Koch)
Kakadu braucht dringend Geld. (imago / Birgit Koch)

Meine lieben Fans, geht ärmer als arm? Zu meinem großen Schrecken tatsächlich. Denn, nun, wie soll ich das sagen … Das mit dem Lottogewinn hat nicht funktioniert. Aber so gar nicht funktioniert. Dabei war mein Plan perfekt. Ich habe im Kiosk von Frau Täubner alle Lottoscheine geschnappt, sie im Baumhaus ausgefüllt und dann abgegeben. Gut, sämtliche Kombinationen habe ich nicht geschafft. Aber echt viele. Sicher fünfzig, sechzig Scheine. Und das war dann auch nicht billig. Fast hundert Euro habe ich Frau Täubner gezahlt. Und dann der Schreck.


Nicht eine Zahl habe ich richtig getippt!
Nicht eine!!!
Was soll ich denn nun machen? Die hundert Euro für den Wetteinsatz habe ich aus Tigers Spardose genommen. Natürlich geliehen.
Nur war Tiger nicht da, daher konnte ich ihn nicht vorher fragen. Und ich war mir ja auch sicher, dass ich das Geld umgehend würde zurücklegen können. Sodass Tiger gar nicht erst merkt, dass ich an seinem Geld war.
Aber der Traum ist geplatzt.
Nun habe ich nicht nur Schulden hier im Sender, nein auch noch bei Tiger.
Wenn Ihr daher bald keine Post mehr von mir bekommen solltet, dann wundert Euch nicht. Dann hat mich Tiger aus Wut gefressen. Oder aber ich sitze im Schuldenturm …
Kein Geld, keine Arbeit, stattdessen Schulden und Verzweiflung.

Ein Sumatra-Tiger, aufgenommen im Zoo von Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)Wird Tiger auch noch so freundlich gucken, wenn er erfahren hat, dass Kakadu seine Spardose geplündert hat? (picture alliance / dpa / Boris Roessler)
Ich bin am Ende.
Doch ich werde mich nicht beklagen. Vielmehr komme ich selbstlos auch in dieser auswegslosen Lage, in der vermutlich jeder andere aufgeben und jammern würde, heroisch meinen Verpflichtungen nach.
Und somit mit letzter Kraft, quasi in die Tastatur gehaucht … das Programm der kommenden Woche:

Die deutschen Zwillinge Lisa und Anna Hahner kommen beim olympischen Marathon in Rio de Janeiro Händchen haltend ins Ziel. (imago sportfotodienst) Die deutschen Zwillinge Lisa und Anna Hahner kommen beim olympischen Marathon in Rio de Janeiro zwar nicht als Sieger ins Ziel, dafür aber Händchen haltend. (imago sportfotodienst)

Im Infotag am Montag (22.8.) berichten wir dann über das Finale der olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die ja bekanntermaßen am Sonntag zu Ende gegangen sind. Doch bei mir im Programm geht es sportlich weiter. Mit meinem Sportsommerprogramm, Teil 7. Außerdem werden meine Kinder-Kunst-Experten den Jugendstil erkunden.

Das Jugendstilkaufhaus in Görlitz soll bis Oktober 2015 saniert werden. (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)In Görlitz ist ein ganzes Kaufhaus komplett im Jugendstil errichtet. (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)

Am Dienstag (23.8.) am Medientag stelle ich ein paar wirklich weitgereiste Kinder vor. Anna Wollner wird Euch etwas über den Film Eliot, der Drache erzählen. Und weil in einigen Bundesländern ja schon wieder die Schule begonnen hat, stellt Karin Hahn clevere Lernsoftware vor, mit der das neue Schuljahr für Euch ein Spaziergang werden wird.

Mein Musiktag am Mittwoch (24.8.) dreht sich alles um die "Diva"
Das Wort "Diva" kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet "Göttin". Schauspielerinnen - und vor allem Opernsängerinnen, die ganz besonders verehrt wurden, erhielten diesen Beinamen. Diven waren exzentrisch, launisch und kompliziert, nur eins waren sie niemals - unauffällig. Sie führten ein Leben voller Gegensätze: Auf der einen Seite Ruhm und Luxus und auf der anderen Seite Angst zu versagen und vor Einsamkeit. Ihr Leben verlief oft genauso wie das der Heldinnen, die sie auf der Kinoleinwand oder der Opernbühne spielten: Dramatisch und kurz.

Maria Callas bei derPremiere "Barbier von Sevilla" in Paris am Odeon Theater am 5.1.1966. (AFP)Eine der größten Diven aller Zeiten war die Opernsängerin Maria Callas. Wo immer sie sang, wurde sie gefeiert. (AFP)

Kommen wir zum Quasseltag am Donnerstag (25.8.) und … ach ja, die Ferien sind wirklich vorbei … es geht um Schule. Wie bereitet man sich eigentlich optimal auf den Schulstart vor? Beziehungsweise auf die neue Schulklasse? Darüber will Tim mit euch quasseln. Freut ihr euch auf die Schule? Was findet ihr gut, was nicht so? Und wie bereitet ihr euch eigentlich aufs neue Schuljahr vor? Ruft an und quasselt mit: 0800 2254 2254.

Mein Wochentags-Programm findet wie gewohnt mit dem Entdeckertag am Freitag (26.8.) seinen Höhepunkt. Und das Thema ist … naja, die Schule fängt halt wieder an:
"Über die Geschichte des Schulbuchs" – Ein Kakadu-Feature von Kati Obermann
Man muss keine Leseratte sein, um jeden Tag in diese Bücher zu gucken. Sie gehören zur Schule, wie der Ranzen oder die Federtasche. Die Rede ist von euren Schulbüchern. Aber: Was macht eigentlich ein gutes Schulbuch aus? Wie sollte es sein, damit das Lernen wirklich Spaß macht? Und: Lernen alle Menschen gleich? Oder sehen Schulbücher in anderen Ländern ganz anders aus? Wir finden es heraus. Im Leibniz-Institut für internationale Schulbuch-Forschung. Dort stehen mehr als 180.000 Schulbücher aus der ganzen Welt - auch die, mit denen eure Eltern lesen und schreiben gelernt haben.

Eine Grundschülerin sortiert ihre Schulbücher (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)Mit so vielen neuen Schulbüchern wird der Schulranzen echt schwer. (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)

Abgerundet, wenn nicht gar vollendet, wird diese Kakadu-Woche mit dem Sonntag(28.8.).
Im Kakadu für Frühaufsteher um 07:30 Uhr geht es um eine Ferienhausaufgabe. Und zwar eine ganz besondere. Eine Art Aufsatz, in E-Mail-Form.
Es sind Sommerferien, Parzival Hübner ist aus dem Internat nach Hause gekommen, in die große alte Villa der Familie, herrlich gelegen am Münchner Stadtrand. Er will sich erholen. Doch schon am ersten Ferientag weckt ihn Baulärm vor seinem Kinderzimmer. Auf dem geflegten Rasen im Vorgarten tummeln sich Bagger, Laster und Baukrähne. Neben den Rosenbeeten wird ein Schacht ausgehoben und an der Freitreppe entsteht eine Autobahn. All die Geräte sind klein wie Spielzeugautos und werden von Winzlingen bedient. Es sieht aus, als wollten sie hier im Garten eine ganze Stadt errichten. Und niemand außer Parzival bemerkt sie. Vater und Mutter lächeln nur. Da schreibt Parzival eine E-Mail an seinen Deutschlehrer: Bitte helfen Sie mir! Entweder ist die Welt verrückt oder ich?
"E-Mails an Dr. Brot", eine Erzählung von Wieland Freund.

Anschließend um 08:05 Uhr gehe ich mal wieder auf Reisen. Ich besuche Kinder, die auf einem Tierschutzbauernhof Ferien machen.
Für Kinder, die Tiere lieben und auch gerne für eine bestimmte Zeit Verantwortung übernehmen möchten, ist der Tierschutzhofe von Klein Sien in Mecklenburg ein Paradies.
Die Tiere, die hier Zuflucht gefunden haben, kommen allerdings oft aus ganz elenden Verhältnissen.
Aber egal ob groß -wie Pferde, Yaks oder Esel - ob klein - wie Schildkröte oder Vögel - alle finden hier Aufnahme und liebvolle Pflege.

Die Holsteiner Stute "Capriole" steht am 18.12.2013 in Norderbrarup (Schleswig-Holstein) auf der Wiese von Deutschlands erster Pferdeklappe. Pferdebesitzer können an der Pferdeklappe ihre Tiere anonym und ohne Anmeldung abgeben. Foto: Axel Heimken/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Axel Heimken)In Norderbrarup gibt es einen Hof, auf dem Pferde, die keiner mehr haben will, Aufnahme finden. Das besondere dabei, die Pferdebesitzer können ihre Tiere anonym und ohne Anmeldung abgeben. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)

Tja, und damit bin ich auch schon fertig. Ich hatte wie immer viel Vergnügen gehabt, für Euch meine Woche zusammenzustellen. Vermutlich wird es meine letzte sein. Denn Tiger kommt am Mittwoch aus den Ferien zurück. Und wenn der merkt, dass ich an seiner Spardose war …
Dann bin ich entweder ein gefressenes Vögelchen oder Kakadu auf der Flucht. Höchstwahrscheinlich schreibe ich Euch meine nächste Post aus Bremen. Die dort im Papageienschutzzentrum werden mich doch sicher auch aufnehmen, oder? Oder halt, ich bleibe einfach auf dem Tierschutzhof in Klein Sein. Dass ich da nicht gleich darauf gekommen bin.

Einen habe ich aber noch.

Im Leben geht es nicht darum, dass das Unwetter vorbeizieht,
sondern zu lernen, im Regen zu tanzen.

In diesem Sinne,
Euer Kakadu