Dienstag, 25. September 2018
 
 
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Beitrag vom 09.09.2018

WochenvorschauDie Neun, die eine Sieben ist

Von Thomas Fuchs
Eine Brücke über den Fluss Rubicone in Savignano  (picture alliance / dpa / Pasquale Bove)
Wer den Rubikon sprichwörtlich überschreitet, kann diesen Schritt nicht rückgängig machen. Auch diesen Spruch verdanken wir Julius Cäsar. Und das ist die Brücke über den Fluss Rubicon, die Cäsar überschritten hat. (picture alliance / dpa / Pasquale Bove)

Der Name September leitet sich vom lateinischen Wort septem für die Nummer sieben ab. Denn eigentlich sollte dieser Monat der siebte im Jahr sein. Dabei ist es doch der neunte! Was ist da passiert?

Die Antwort liegt darin, dass im Jahr 45 nach Christus, also vor etwa 2000 Jahren, der damalige römische Kaiser Julius Cäsar einen neuen Kalender haben wollte. Denn der alte gregorianische Kalender war nicht wirklich genau.

Der neue Kalender, den sich Julius Cäsars Astronom Sosigenes aus Alexandria ausdacht hatte, orientierte sich ausschließlich am Lauf der Erde um die Sonne. Außerdem umfasste dieser Kalender das System der Schaltjahre. Das bedeutete, dass das Jahr alle vier Jahre 366 Tage lang ist statt 365.

Außerdem fing nun das Jahr nicht mehr wie bisher mit dem 1. März an, sondern mit dem 1. Januar. Der 1. März war im alten Rom ursprünglich der kalendarische Jahresanfang aus dem Grund, da an diesem Tag im Tempel der Göttin Vesta das heilige Feuer entzündet wurde. Doch dann hatten die römischen Konsule ihre Herrschaft auf den 1. Januar vorverlegt und unter Cäsar wurde der Beginn ihrer Amtsperiode zugleich auch der neue Jahresanfang. Und so wurde aus dem siebten Monat September, der neunte Monat im Jahresverlauf.

Dieser neue juilianische Kalender war der Knaller. Plötzlich wollte die ganze Welt so kalendern und tut es bis heute. Ja, und was vielleicht noch wichtig ist: Weil Julia Cäsar seine Idee einer Kalenderreform so toll fand, hat er dann auch gleich, sozusagen im Vorbeigehen, auch einen Monat nach sich benannt: den Juli.

Doch der ist ja nun schon vorbei. Wir sind mitten im September, der Sieben, die eigentlich eine Neun ist. Ab heute, dem 9.9., moderiert die ganze neue Woche Patricia für euch das Kakadu-Programm. Nach den Kinder-Nachrichten von Lydia um 15 Uhr haben wir folgende Themen für euch vorbereitet:

Am Infotag, Montag (10.9.) könnt ihr hören:

- "Kampfkunst Kung Fu" Von Peter Kaiser
- "Wie man sich gegen Mobbing wehren kann" Patricia hat Carsten Stahl ins Studio eingeladen.

Am Medientag, Dienstag (11.9.) könnt ihr hören:

- "Astro-Alex spricht mit Kindern" von Jessica Zeller
- "Der Gecko Geschichtenwettbewerb" Patricia spricht mit Christina Tüschen und Muriel Rathje vom Gecko
- "Ein schöner Garten" Die Gecko Gewinnergeschichte von Bernd Marcel Gonner

Am Musiktag, Mittwoch (12.9.) könnt ihr hören:

- "Eigentlich kann man zu allem rappen" Der Rap-Pädagoge Nico Hartung ist bei Patricia im Studio

Am Donnerstag (13.9.) am Quasseltag

will Patrica mit euch spielen. Deswegen hat sie sich die Kakadu-Spieleexpertin Christina Valentiner-Branth eingeladen, die die neusten Spiele dabei hat.  

Anrufen und mitspielen unter: 0800 2254 2254

Am Freitag (14.9) am Entdeckertag könnt ihr hören:

"Ey, Du alter Hund! - Warum jede Sekunde im Leben zählt"

Vom Augenblick der Geburt an werden wir jede Sekunde älter. Wir wachsen, bekommen Zähne und Haare, wir lernen laufen, sprechen, rechnen und schreiben. Auch wenn wir dann immer noch jung sind, fühlen wir uns schon viel älter als die Kleinkinder. Plötzlich schmeckt der Kaffee nicht mehr bitter! Und viel später fallen die Zähne und die Haare wieder aus und unsere Haut wird runzelig. Welcher geheimnisvoller Altersplan läuft da eigentlich ab? Könnten wir ihn nicht überlisten und für immer jung sein? Warum ist der eine Opa fit und der andere schon ganz tattrig? Und was passiert eigentlich mit den Tieren, die im Zoo oder als Haustier alt werden? Brauchen die vielleicht auch ein Gebiss?

Ein Kakadu-Feature von Christine Färber

Den Sonntag (16.09.) beginnen wir mit der Geschichte für alle Frühaufsteher.

"Hänsel und Knödel"
Märchengedichte von Manfred Mai, Michael Ende, Heinz Erhardt und Josef Guggenmos
Von Karin Hahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

Wenn Dichter beginnen, mit den Worten zu spielen, mit ihnen zu jonglieren und sie zu verdrehen, dann kann ein Gedicht entstehen. Und wenn die Dichter sich derart mit Märchen beschäftigen, entstehen Märchengedichte. Oder vielleicht doch eher märchenhafte Gedichte? Willkommen in der Welt von Hänsel und Knödel.

Und anschließend, um 08:05 Uhr, nach den Nachrichten für die Erwachsenen, könnt ihr unser Kinderhörspiel hören:

"Wie Dagbatschi säte und erntete"
Von Dietmar Beetz
Nach einem afrikanischen Märchen
Regie: Manfred Täubert
Komposition: Wolfgang Schoor
Mit: Siegfried Worch, Christine Reinhold, Axel Holst, Werner Godemann, Ingrid Hille, Dorothea Garlin, Werner Hahn, Wolfgang Desch, Hubert Arndt , Siegfried Pappelbaum
Produktion: Rundfunk der DDR 1979

Die Familie von Dagbatschi, dem Schildkrötenmann, hat großen Hunger. Es ist keine einzige Bohne mehr im Haus. Da geht Dabatschi zu dem reichen Elefanten und bittet ihn um Arbeit. Er hat Glück, der Elefant braucht jemanden, der seine Bohnenfelder bestellt. Eine schwere Arbeit, aber Dahbatschi will sie gerne tun. Nur brauchte er schnell etwas vom Lohn, um seine Familie zu ernähren. Das lehnt der Elefant ab. In seiner Not betrügt Dagbatschi den Elefanten, er bringt das Saatgut nach Hause und die Familie isst die Bohnen auf. Am nächsten Tag tut er so als ob er säen würde, walzt auch alles glatt und wässert. Aber es wächst nichts. Was nun? Mit viel List gelingt es Dagbatschi, eine reiche Ernte für den Elefanten und für sich einzubringen.

Viel Vergnügen wünscht euch:

Kakadu.