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Beitrag vom 06.12.2020

Kinderhörspiel - Was tun, wenn man erkennt, dass man einfach zu brav ist?Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich

Von Janine Lüttman nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Silke Lambeck
Zwei Jungen ziehen Grimassen. (Austin Pacheco / unsplash)
Sind wir eigentlich viel zu brav? Das darf nicht so bleiben! (Austin Pacheco / unsplash)

Otto hat gesagt, wir sind viel zu brav, und seitdem denke ich über das wilde Leben nach. Und ob er Recht hat. Und was wir tun sollen, falls er Recht hat.

Falls Otto Recht hat, dann kann es nicht so bleiben, findet Matti. Nur daran, dass Otto sein bester Freund ist, darf sich nichts ändern. Die beiden Jungs kennen sich schon ihr ganzes Leben, minus drei Wochen. Matti hat die Lachsucht und Otto ist top in Yoga. Sie wohnen da, wo das Leben tobt – mitten in Berlin. Und sie lieben Eis, am meisten das stinknormale und nicht den abenteuerlichen Geschmacksrichtungsmix, den es seit neustem zu unbezahlbaren Preisen an jeder Ecke gibt. Alles ganz normal also. Bis sie eines Tages im Musikunterricht einen Rap von Bruda Berlin auf YouTube ansehen und sie die Aufgabe bekommen, selbst einen Rap zu schreiben. Nur wie, wenn man nicht singen kann und das Aufregendste im Leben die Mathe-Nachhilfe, der Klavierunterricht und der Spielplatz an der Ecke sind? Da muss also doch ein wildes Leben her – und das ist schneller da, als die beiden denken! Fiese Immobilienhaie und gefährliche Gangster inklusive!

Kinderhörspiel
Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich
Von Janine Lüttman nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Silke Lambeck
Ab 7 Jahre
Regie: Robert Schoen
Komposition: b.deutung
Mit: Felix Lengenfelder, Valentin Karow, Baran Bozkurt, Karim Chamlali, Katrin Schwingel, Steffen "Shortie" Scheumann, Florian Anderer, Mira Partecke, Ulf Handrek, Stefan Heckmann, Achim Kaps, Kerstin Kramer, Svenja Liesau, Kiara Scheicht, Britta Steffenhagen, Lukas Turtur u.v.a.

Mit herzlichem Dank an die Lebenskundegruppe der Klasse 6.1 des Rosa-Lixemburg-Gymnasiums Berlin unter der Leitung von Maren Fudickar und das Haus der Jugend Berlin-Mitte | Stiftung SPI
Dramaturgie und Redaktion: Gudrun Hartmann
Produktion: hr/Deutschlandfunk Kultur/NDR 2020
(Ursendung)
Moderation: Tim Wiese

Silke Lambeck ist Journalistin, arbeitet als Dozentin und schreibt Bücher für Groß und Klein. Ihr Kinderbuchdebüt »Herr Röslein » wurde mit dem Prix Chronos ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zudem erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis und den Hansjörg-Martin-Preis für ihre Texte. Nach einer kreativen Pause erschienen ab 2018 die Großstadtgeschichten über Matti und Otto. Der erste Band war nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Zürcher Kinderbuchpreis. Silke Lambeck lebt mit ihrer Familie in Berlin.