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Beitrag vom 26.04.2020

Aus dem Weg zur WeltraumarcheGenesiswego - Der Hund muss ins All!

Von Rusalka Reh Beitrag hören
Blick aus der Gemini-Kapsel auf die Agena-Rakete während eines Rendezvous-Manövers am 11.11.1966.  (Nasa)
So würde vermutlich, aus dem Fenster der Genesiswego betrachtet, die Ankunft des Auswanderungsshuttle aussehen, mit dem Vernora von der Erde unterwegs zur Weltraumarche ist. (Nasa)

Eine Weltraumarche 2000 km weit weg von der Erde. Eine künstlich intelligente Herrscherin, die nur veredelte Haustiere erlaubt. Wie gelingt es den Kindern Vernora und Haldane, ihren Hund Wells am Transitkontrolleur vorbeizuschmuggeln, der 14-fach verbesserte Sinne hat und einfach alles bemerkt?

Ein Mädchen, ein Junge, ein Hund. Die Erde in der Zukunft. Eine Weltraumarche 2.000 km weit weg. Und eine künstlich intelligente Herrscherin, die dort nur veredelte Haustiere erlaubt. Wie gelingt es den Kindern Vernora und Haldane, ihren ganz normalen Hund Wells am Transitkontrolleur vorbeizuschmuggeln, der 14-fach verbesserte Sinne hat und einfach alles bemerkt? Kann das Vertrau-mir-Peptid helfen? Und wie geht die superintelligente Proxima auf der Genesiswego mit neuen Informationen um?

Ein Science-Fiction-Hörspiel von Rusalka Reh zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Weltraumforschung mit spannendem Zukunftskolorit und den immer aktuell bleibenden Fragen nach Gerechtigkeit und der Kraft der Freundschaft. Mit mund- und handgefertigten Geräuschen eines Ensembles aus Schauspielstudierenden der Universität der Künste Berlin, UdK.

ProduktionsfotosHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine NagelHörspielproduktion Regie: Christine Nagel


Genesiswego - Der Hund muss ins All!
Von Rusalka Reh
Ab 7 Jahre
Regie: Christine Nagel
Musik und Klangkonzept: Manuel Bittorf
Mit: Tilda Jenkins, Enno Luncke, Carsta Zimmermann, Linda Blümchen, Robert Flanze, Paulina Binner, Tim Freudensprung und Franziskus Claus
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019


Impressionen aus der Produktion "Genesiswego"
Von Christine Nagel

"Nimm mal den kleinen bunten Eimer vor den Mund, und sprich da rein." Eine blecherne Stimme tönt aus den Lautsprechern in den Regieraum. Der Schauspieler Franz spielt die Roboter – Stimme, die am Eingang des Raumschiff den Jungen Haldane, seinen Vater und seine Oma auf den Flug im Shuttle vorbereitet: "Sie befinden sich im Zutrittsraum - Test Druckjacken - Test Helme….". Die Regisseurin ist zufrieden: "ok, so ist es gut – so soll der Orbit-Opto-Roboter klingen. Danke Franz. Du kannst den Eimer absetzen."

Dann geht die Szene los: Oma, Haldane und sein Vater sind angeschnallt, der Flug startet. So steht es im Manuskript. Davon ist allerdings noch nichts zu hören an diesem Aufnahmetag. Zunächst werden nur die Stimmen aufgenommen. Carsta, die die Oma spielt, ruft: "Ach, Gottchen, meine Backen zittern ja wie Pudding.". Doch wie machen wir das für die Hörer? Carsta greift sich beherzt in die Backen und zieht sie beim Sprechen hin und her. Jetzt wackelt ihre Stimme.

Schwieriger wird`s am nächsten Tag. Da sollen die beiden Hauptdarsteller: Tilda und Enno , so tun, als würden sie durch eine Landschaft laufen, in der die Pflanzen kaputt sind vom Smog. In der Geschichte wird erzählt, dass die Luft so schlecht ist, dass man ohne Atemmaske nicht im Freien herumlaufen darf. Doch die Aufnahmen finden ja in einem sauberen Studio statt. Wie soll das gehen? Die Regieassistentin hat Skianzüge mitgebracht, die knittern schön beim Gehen. Und zwei Helme. Den Darstellern wird`s ganz schön warm darin. Aber die Aufnahmen dauern nicht lang; die beiden Darsteller machen das so gut, dass es gleich weitergehen kann, und diesmal spielt die Szene in der Wohnung:

Da taucht allerdings die nächste Schwierigkeit auf: Tilda, die das Mädchen Vernora spielt, soll mit ihrem Hund sprechen. Doch ein echter Hund ist nicht erlaubt für Aufnahmen im Hörspielstudio. Wieder muss die Regieassistentin helfen: sie hockt sich vor Tilda und schaut sie liebevoll an. Tilda spricht mit ihr, als wäre sie ihr Hund.

Ein Hunde-Darsteller kommt schließlich am 3. Aufnahmetag ins Studio. Der Schauspieler Tim krabbelt für uns auf dem Boden herum und hechelt und jault. Für jede Situation in der Geschichte macht er die passenden Geräusche. Und das hört sich später täuschend echt an. Oder hättet Ihr gedacht, dass das ein Mensch war, der den Hund spielt? 


(Bianca Schaalburg)Rusalka Reh. (Bianca Schaalburg)Rusalka Reh, geboren in Australien, schreibt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und übersetzt zudem Bücher aus dem Englischen. Auch ihre eigenen Bücher wurden und werden in fremde Sprachen übersetzt.