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Beitrag vom 02.04.2017

WochenvorschauWählt Kakadu!!!

Von Thomas Fuchs
Mit seinen großen, rot umrandeten Augen schaut Waldi, ein Käuzchen des jüngsten, vierköpfigen Nachwuchses der Waldkäuze im Vogelpark in Steinen (Kreis Lörrach), in die Kamera des Fotografen. (picture alliance / dpa / Rolf Haid)
Skandal - Kakadu erneut um den Titel "Vogel des Jahres" betrogen! (picture alliance / dpa / Rolf Haid)

Meine lieben Fans, so, ich will jetzt ja nicht meckern, und mich auch wirklich nicht in den Vordergrund stellen. Aber was zu viel ist, ist zu viel, bzw. was zu wenig ist, ist zu wenig. Wart Ihr in der letzten Zeit zufälligerweise mal auf der Internetseite vom NABU, dem Deutschen Naturschutzbund? Nicht? Ich schon. Ich klicke mich da regelmäßig drauf, in der Hoffnung, dass die endlich mal auf meine vielen Mails regieren. Aber nichts.

Über jeden bescheuerten Vogel berichten die. Das ärgert mich wirklich, denn der NABU ist ja schon wirklich die Naturschutzorganisation schlechthin. Ganz erst, ohne Scherz, deren Wort hat Gewicht. Umso mehr bringt mich das auf die Palme, dass die uns Kakadus einfach ignorieren! Ehrlich, jeder Vogel ist denen wichtig und lassen ihn im Tierstimmenarchiv zu Worte kommen! Die suchen Kranichzähler! Es gibt einen Beobachterpreis für Wasservögel.

Einen Anglotz-Preis für Enten! ENTEN!

Und Vogel des Jahres werden auch immer nur die anderen! Mauersegler, Kiebitz, Flussregenpfeifer, Turmfalke, Eisvogel, Uhu und sogar der Kormoran. Habt Ihr von dem mal ein Foto gesehen?

Potthässlich!

Dieser Schnabel mit dem Knick vorne dran, wie beim Geier!

Und dieses Jahr der Waldkauz. Ihr habt richtig gehört, der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017. Ich wollte erst höflich darüber schweigen, aber nun muss es raus.

Geht’s noch, liebe Leute vom NABU! Der Waldkauz! Banaler geht’s es ja kaum noch.

Und wie der aussieht. Gut, man sollte niemanden nach seinem Aussehen beurteilen  … aber ratet mal, warum der Waldkauz nur in der Dunkelheit herumfliegt! Kleiner Tipp, in der Nacht sind alle Katzen grau …

Und, liebe Leute vom NABU, ganz offensichtlich ist Euch diese Wahl selbst etwas peinlich, oder warum sonst schreibt Ihr auf Eurer Homepage, ich zitiere:

"Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden".

Ihr macht den Waldkauz zum Vogel des Jahres, weil ihr alte Bäume toll findet?

Hallo?

Es gibt auch Vögel, die sind einfach so preiswürdig und verdienen eine angemessene Auszeichnung. Beispielsweise die Kakadus. Ich denke schon, es wäre endlich mal an der Zeit, dieser hochinteressanten und wunderschönen Vogelart die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Und das schreibe ich nicht, weil ich ein Kakadu bin.

Goffinkakadu (Alice Auersperg)SO sehen preiswürdige Vögel aus. (Alice Auersperg)

Nein, das stelle ich ganz objektiv fest.

Kakadus sind großartig. Kakadus sind selten! Kakadus sind einzigartig. Wir sind bunt, schön, klug und einfach großartig!

Über uns, über mich sollte berichtet werden!

Daher starte ich nun hier und heute eine Online-Petition. Wer dafür ist, dass in Zukunft der Kakadu seiner Stellung im Tierreich entsprechend auch auf den Internetseiten von NABU usw. repräsentiert wird, der schreibe bitte an: kakadu@deutschlandradio.de.

Werdet aktiv!

Gründen wir eine Bewegung!

Gemeinsam sind wir stark.

Aktion Pro Kakadu!

Wie wär´s mit einer Homestory in Geolino oder der Bravo über mich? Oder im TV eine Reality-Soap, gerne mit einem richtigen Drehbuch, oder eine Dokumentation, gerne auch eine Langzeitdoku …

Ja, jetzt kommt Ihr ins Grübeln, nicht wahr?

Doch zunächst das Programm der neuen Woche:

Am Montag (3.4.) am Infotag geht es bei mir im Programm unter anderem um das Impfen. Genauer gesagt um eine Massenimpfung, die vor genau 60 Jahren in Deutschland stattfand. Früher gab es eine Krankheit, die hieß Kinderlähmung, man sagt auch Poliomyelitis. Viele Kinder sind daran erkrankt, heute hingegen gibt es diese Krankheit fast nicht mehr. Und das liegt daran, dass vor 60 Jahren in Deutschland eine Massenimpfung durchgeführt wurde. Heute erkrankt fast niemand mehr daran, und zwar, weil eben alle Menschen dagegen geimpft sind. Genaueres darüber erzählt Euch Brigitte Jünger.

Eine Ärztin hält einer Arztpraxis in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) einen Impfausweis in den Händen.  (dpa / picture alliance / Jens Büttner)Der Impfausweis - Ein wichtiger Ausweis, in dem jede Impfung dokumentiert wird. (dpa / picture alliance / Jens Büttner)

Außerdem beginne ich mit "Die Herrschaft des Volkes" eine kleine Reihe über "Schätze der Demokratie".

Am Dienstag (4.4.) am Medientag habe ich als Kinotipp den neuen Schlümpfe-Film in Auftrag gegeben. Thomas Feibel kommt ins Studio und stellt ein interessantes Computerspiel vor und dann habe ich noch einen Buchtipp vorbereitet.

Schlümpfe bei der Präsentation der "SmallSmurfs Big Goal"-Kampagne von UNICEF, der UN Foundation und Sony zum International Day of Happiness anlässlich des Starts des Kinofilms "Smurfs: The Lost Village". (imago - Future Image)So sehen "echte" Schlümpfe aus. Starts des Kinofilms "Schlümpfe 3 - Das verlorenen Dorf". (imago - Future Image)

Am Mittwoch (5.4.) am Musiktag lade ich Euch auf eine Musikreise nach Jerusalem ein und Rüdiger Bischoff hat einen neuen Klag-Ohren-CD-Test fertig. Lieder von Frieden und Freundschaft und  Mathias Lück: "Der Ritter mit der leisen Laute".

Ein junger Ägypter spielt die klassische arabische Laute, die Oud, in einem Protestcamp in Kairo im Dezember 2011. (picture alliance / dpa / Amel Pain)Die Laute wird in aller Welt gespielt. In Ägypter heißt sie Oud. (picture alliance / dpa / Amel Pain)

Am Donnerstag (6.4.) am Quasseltag werfen wir einen Blick in die Klassenzimmer der Zukunft. Welche moderne Technik ist den Grundschulen heute schon Alltag, was wird noch kommen? Klassenzimmer Next Generation, sozusagen Schule 2.0.

Wie sieht es bei Euch im Klassenzimmer aus? Whiteboard oder Tafel, lernt Ihr noch selbst?

Ruft einfach ganz altmodisch bei uns an: 0800 2254 2254.

Ein Whiteboard, eine digitale Schultafel, auf der didacta 2013 (picture alliance/dpa/Oliver Berg)Das Whiteboard, eine digitale Schultafel, in vielen Grundschulen inzwischen Alltag. (picture alliance/dpa/Oliver Berg)

Am Freitag (7.4.) am Entdeckertag tauche ich dann einfach einmal ab. Denn mein Kakadu-Feature heißt "Leben in der Tiefsee".

Die See ist ein anderes Wort für Meer. Und tief im Meer liegt die Tiefsee. Das sind die Gebiete, die so tief im Wasser liegen, dass kein Sonnenlicht mehr hinkommt. In der Tiefsee ist es deshalb ziemlich dunkel. Aber in dieser Finsternis wimmelt es von Leben! Blinkende Fische schwirren umher, Seeigel, Schnecken, leuchtende Krebse und Korallen leben am Meeresgrund, und Bakterien lassen sich durch das Wasser treiben. Die Menschen wissen noch nicht viel über die Tiefsee. Es gibt nämlich erst seit Kurzem Geräte, die so tief ins Meer eintauchen können, zum Beispiel spezielle Tiefsee-U-Boote oder Tauchroboter. Mit ihrer Hilfe haben Meeresforscher inzwischen spannende Entdeckungen über das Leben tief im Wasser gemacht. Über Riesenkraken, blinkende Fische und geheime Städte, ein Bericht von Dana Sindermann über eine Reise mit einem Mini-Tauchroboter zu den faszinierenden, lustigen, aber auch gefährlichen Bewohnern der Tiefsee.

Tintenfisch in der Tiefsee, fotografiert in 854 Metern Tiefe. (picture alliance / dpa / MBARI)Die Welt der Tiefsee. Ein Tintenfisch fotografiert in 854 Metern Tiefe. (picture alliance / dpa / MBARI)

Am Sonntag (9.4.) begrüßt Euch Ryke gleich früh um 7:30 Uhr zur Geschichte für Frühaufsteher. Sie heißt "Osternacht"  und geschrieben hat sie Sigrid Zeevaert.

Der Osterurlaub fällt dieses Jahr aus, da Mama schwanger ist. Mit einem Neugeborenen kann man schlecht auf einen Campingplatz zum Zelten fahren. Die ganze Familie freut sich auch auf das Baby, nur will das einfach nicht kommen. Dabei war der Termin für die Geburt über zwei Wochen vor Ostern berechnet. Nun ist in wenigen Tagen bereits Ostern und Mama sieht aus, als wenn sie bald platzen würde. Nicht nur sie fragt sich inzwischen, ob das Baby überhaupt noch einmal zur Welt kommen will. Nun ist jedoch erst einmal das große Feuer in der Osternacht wichtig. Freunde von Papa haben sie alle in ihren Garten eingeladen. In dieser Nacht wird das Baby ja wohl kaum kommen. Oder etwa doch?

Osterfeuer in NRW (picture alliance / dpa / Foto: Bernd Thissen)In vielen Gegenden Deutschland begrüßen die Menschen Ostern mit dem Osterfeuer. (picture alliance / dpa / Foto: Bernd Thissen)

Und nach den Nachrichten für Erwachsene um 08:05 Uhr meldet sich Ryke gleich noch einmal mit dem Kinderhörspiel.

"Krähe & Bär oder Die Sonne scheint für uns alle!" Von Martin Baltscheit.

Der Bär lebt in einem Zoo, bekommt drei Mahlzeiten am Tag, aber er kann sich nicht frei bewegen. Die Krähe kann fliegen wohin sie will, aber sie hat ständig Hunger und sehnt sich nach Geborgenheit. Beide sind unzufrieden mit dem, was sie haben und würden gern so leben wie der andere. Da besorgt eines Tages die Krähe einen Zaubertrank, und kaum haben sie ihn getrunken, da haben sie auch schon getauscht. Zuerst sind beide sehr vergnügt. Der Bär als Krähe kann sich endlich frei bewegen und die Krähe als Bär kann essen so viel sie will. Aber irgendwann hat auch der Bär in der Freiheit Hunger und die Krähe im Zoo wird zu dick. Was nun? In letzter Minute fällt den beiden eine wunderbare Lösung ein.

Ein Braunbär (Ursus arctos), aufgenommen im Tierfreigehege im Nationalpark Bayerischer Wald unweit von Neuschönau (Bayern) am 27.10.2014.  (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)Der Bär, die Krähe hat sich versteckt. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Soweit die neue Woche. Und um noch einmal auf die Idee einer Langzeitdokumentation über mich zurückzukommen.  Das finde ich wirklich eine tolle Idee. Da gab es doch mal so eine Doku über die Kinder von sonstwo. So über viele Jahre hinweg wurden die immer wieder gefilmt. Das könnte ich mir über mich auch gut vorstellen. Oder so einen Thementag Kakadu. Auch nicht schlecht.

Oder ganz klassisch:  Aus dem Leben eines Kakadus …

Einen habe ich aber noch:

"Wer nicht hören will, muss fernsehen"

In diesem Sinne,

Euer Kakadu.