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Beitrag vom 12.03.2017

WochenvorschauKakadu wird Film-Regisseur

Der Künstler Plastic Jesus hat in Anlehnung an Donald Trumps Grenzzaun-Pläne eine Mauer um dessen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gebaut (dpa/Nick Stern)
Kakadu fordert einen Stern auf dem Walk of Fame (dpa/Nick Stern)

Meine lieben Fans, Ich, Athena und Tiger haben ein neues Hobby. Wir drehen jetzt einen Film. Und zwar einen Krimi. Athena liebt Krimis. Ständig hat sie irgendeine Detektivgeschichte im MP3-Player oder schleppt so einen dicken Schmöker mit sich herum. Klar, ich lese auch gerne eine spannende Geschichte, aber noch lieber sehe ich so was. Warum?

Ganz einfach. Wenn mir ein Buch zu spannend wird, kann ich es weglegen, lese einfach nicht mehr weiter.

Einen Film kann man nicht weglegen, selbst wenn man die Augen zukneift, hört man noch, was passiert. Daher ist der Film eben echter, der hat einen sozusagen fester in der Kralle.

Unser Film wird auch so ein echter Spannungskrimi. Ein Thriller. Athena hat sich da eine echt spannende Geschichte ausgedacht.

Ein verrückter, bösartiger, größenwahnsinniger Erfindervogel will die Herrschaft über die Welt an sich reißen. Um das zu erreichen, hat er eine Maschine erfunden, die mittels kosmischer Strahlen und Wellen direkt geheime Botschaften in die Köpfe der Hörer sendet. Und so kann er irgendwann die Gedanken der Menschen kontrollieren und sie beherrschen. Doch er hat nicht mit den beiden Privatdetektiven Athena und Tiger gerechnet. Die nehmen den Kampf gegen den fiesen bösen Vogel auf und retten die Welt.

Eigentlich ein guter Plot.

Mit den Dreharbeiten kommen wir auch gut voran. Wir haben schon fast die Hälfte abgedreht, wie wir Filmtiere sagen.

Doch augenblicklich hängt es. Zwischen Athena und mir gab es eine kleine Meinungsverschiedenheit. Es geht um den Schluss des Films.

Denn ich finde das Ende etwas unglücklich. Wäre es nicht viel schöner, besser, ja sogar moralischer, wenn der Film so enden würde:

Der Super-Erfinder-Vogel besiegt die beiden Schnüffler, weil er so klug und stark ist, doch dann, auf dem Höhepunkt seiner Macht, als er alles und jeden besiegt hat und der Größe und Beste ist, da erinnert er sich an die Worte seiner Großmutter. Die einmal gesagt hat: "Du Kakadu, du wirst einmal die Welt verändern!"

Und der Vogel erkennt, dass er die ungeheure Macht, die er nun Dank seines triumphalen Sieges in den Krallen hält, nutzen wird, um die Welt zum Guten zu verändern. Er wird der Retter der Welt, der gute König, der von allen geliebte Kaiser der Erde. Und mittels seiner Strahlenwaffe kann er die Menschen zum Guten verändern und löst alle Probleme, die es auf der Erde gibt: Klimawandel, Bankenkrise, Hausaufgaben und so.

Der große Diktator (1940), Regie, Produktion und Hauptrollen: Charlie Chaplin als Diktator Adenoid Hynkel, Diktator von Tomamia (imago/United Archives)Kakadus Vorbild. Charlie Chaplin als Adenoid Hynkel, Diktator von Tomamia im Film "Der große Diktator" (1940) (imago/United Archives)

Tiger und Athena finden dieses Ende jedoch blöd.

Doch ich werde mich durch so Kleingeistergeschwätz nicht beirren lassen. Die sind doch nur neidisch. Natürlich wäre alles besser, wenn wir den einen klugen, tollen Weltherrscher hätten. Der würde Kriege und alle anderen Probleme einfach verbieten und schon wären die Probleme gelöst. Und da er ein kluger, moralischer, guter Herrscher ist - so wie ich – wären alle zufrieden mit seiner Herrschaft und endlich wäre Ruhe.

Jemand wie ich würde nie seine Macht missbrauchen.

Ehrlich nicht.

Da wir den Film mit MEINEM Handy drehen, werden wir den Film sowieso so beenden, wie ICH mir das wünsche.

ICH bin hier der Chef! Heißt das Programm Tiger? Athena?

Nein, hier ist KAKADU.

So, und nun kommen wir zum Programm der kommenden Woche, das ihr einschalten werdet.

Diese Woche dulde ich keine Ausrede.

Hier und jetzt verkünde ich: Ihr sollt KAKADU hören!

Jeden Tag!

Wer mich nicht einschaltet, muss mit möglichen Konsequenzen rechnen. Diese Woche geht es mal nur um mich!

Am Montag informiere ich euch über meine Lieblingsspeise, am Dienstag stelle ich Euch meine Lieblingsfilme vor, am Mittwoch hört ihr meine Lieblingsmusiken, am se5ö püokj

 sdg+#

Tag, Fans,

Hier schreibt  Tiger.

Hoch lebe die Vielfalt im "Freies Radio Kakadu im Deutschlandradio Kultur"!

Wir haben Kakadu in die große Voliere eingesperrt und eine Decke drübergelegt, er schläft nun. Kakadu hat leider mitunter solche Anfälle von Größenwahn, das kennen wir. Er hat diese spezielle Art von Erdnussallergie. Wenn Kakadu mehr als zwei große Tüten davon wegfuttert, dreht er immer ab. Und diesmal hat er vier große Beutel libanesischer Erdnüsse in sich reingestopft.

Ein Bengal-Tiger im Tiger-Garten Waldeck in Ingelheim am Rhein (07.05.2012) (picture alliance / dpa / Fredrik Von Erichsen)Jetzt ist Tiger der Bestimmer! (picture alliance / dpa / Fredrik Von Erichsen)

Morgen ist er wieder normal und es wird ihm, wie üblich, peinlich sein.

Aber ich will Euch nicht mit unseren kleinen, internen Problemen langweilen, kommen wir zum wirklichen Programm der neuen Woche:

Am Montag (13.3.) am Infotag gehe ich der Frage nach, warum man eigentlich ein Eichhörnchen nicht als Haustier halten kann. Und es bleibt tierisch, denn wir haben einen Ornithologen aus dem Vogelschutz eingeladen.  Kakadus Handschrift ist wirklich ein Gekrakel, aber ich gehe dennoch davon aus, dass Fabian mit dem Mann über Vögel sprechen wird.

Hase sitzt fressend im Feld (imago / Westend61)Eine Hase auf dem Weg zur Schule? Oder schwänzt er die Häschenschule. (imago / Westend61)

Am Dienstag (14.3.) am Medientag berichtet Anna Wollner von der Kinopremiere des Films die "Häschenschule" und wir haben einen Beitrag über den Synchronsprecher Santiago Ziesmer, die deutsche Stimme von Spongebob im Programm. Cool Man!

Am Mittwoch (15.3.) am Musiktag geht es an die Kurbel. Denn mein Thema ist die Drehorgel.

Wer normalerweise ein Musikinstrument erlernen will, für den heißt es erst einmal: üben, üben, üben. Mit wohl wenigen Ausnahmen: wie bei der Drehorgel. Da ist der Schritt vom Anfänger zum Könner schnell geschafft. Einfach die Kurbel gleichmäßig schwingen und schon erklingt die Musik fehlerfrei. Noch vor nicht einmal 100 Jahren waren Drehorgeln aus den Städten nicht wegzudenken, denn sie waren bis dahin eine der wenigen Möglichkeiten, Menschen mit Musik zu beglücken, die sich einen Opern- oder Konzertbesuch nicht leisten konnten. Heute sieht und hört man das Instrument nur noch ganz selten: vielleicht auf Weihnachtsmärkten, an touristischen Orten oder in Museen. 'Kakadu'-Reporter Klaus Lockschen hat sich aufgemacht, die spannende Geschichte der Drehorgeln zu beleuchten.

Das Notenband einer Drehorgel über einer in ihre Grundbauteile demontierten Drehorgel zu sehen. (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)So sieht eine Drehorgel von innen aus. (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)

Am Donnerstag (16.3.) am Quasseltag haben wir ein Thema eingeplant, das ich besonders cool finde. Denn auch ich dichte ja gelegentlich. Ihr kennt sicher meine Oder an den Tiger:

Der Tiger, der Tiger.

Erst liegt er, dann fliegt er,

wobei er so tief fliegt,

dass er fast wieder liegt.

Tja, gut, oder?

Unsere Frage an Euch: Lernt Ihr noch Gedichte?

Wenn nein, warum nicht? Schreibt Ihr womöglich lieber selber welche?

Ruft uns an, immerhin ist bald der Welttag der Poesie.

0800 2254 2254.

Am Freitag (17.3.) am Entdeckertag widmen wir uns den Schafen.

Viele halten Schafe für langweilig: Sie sähen alle gleich aus, fühlten sich nur wohl in der Herde und sie zu zählen gilt sogar als prima Einschlaftrick. Doch wie sind Schafe wirklich? Vielleicht sogar schlau und listig wie Shaun, das berühmte Film- und Fernseh-Schaf? Oder doch dumm und lammfromm? Und wo lebt es sich als Schaf am besten? In der Mongolei, wo es keine Zäune gibt, aber gefährliche Wölfe? Oder in Island, wo es keine Wölfe gibt, dafür aber Kolkraben, die gern Schafe aus der Luft angreifen? In Sachsen, wo große Herdenschutzhunde auf die Schafe aufpassen? Oder doch lieber in der Schweiz? Das Schulschaf Lilli macht sich auf den Weg, um es herauszufinden.

"Die Welt der Schafe" von  Ulrike Klausmann - Eine Radiogeschichte mit Schafen aus aller Welt und Gedichten, Liedern und Legenden über die wolligen Vierbeiner.

Auf den Wiesen des Landgutes Krosigk bei Brachwitz (Sachsen-Anhalt) führt die angehende Schäferin Cindy Schröder aus Orlamünde in Thüringen am 02.06.2016 Schafe der Rasse Ile de France über das Hütegelände. (dpa / Hendrik Schmidt)Schafe sind großartig. Määääähhhh! (dpa / Hendrik Schmidt)

Der Sonntag (19.3.) beginnt in unserem Programm wie gewohnt um 7:30 Uhr mit der Geschichte für Frühaufsteher.

Diesmal mit "Wackelohr und Wackelzahn" von Thilo Reffert.

Luise traut sich in der Schule kaum, ihren Mund aufzumachen. Sie hat einen Wackelzahn und den darf sie in keinem Falle verlieren. Was würde die Zahnfee zu einem verschwundenen Zahn sagen? Doch dann bleibt ihr kostbarer Wackelzahn im Käsebrötchen stecken, und als sie ihn über dem Handwaschbecken auf der Schultoilette reinigen will, entgleitet er ihren Händen und verschwindet im Abfluss. Und noch während Luise fassungslos ihrem Zahn hinterherstarrt, tritt Naomi neben sie, und will sich die Hände waschen.

Die fünfjährige Alessia in Hamburg zeigt stolz jedem Besucher ihren wackeligen Zahn.  (dpa/ picture-alliance/ Axel Heimken)Die meisten Kinder sehr stolz über jeden Wackelzahn. Auch die fünfjährige Alessia in Hamburg zeigt stolz jedem Besucher ihren wackeligen Zahn. (dpa/ picture-alliance/ Axel Heimken)

Und anschließend um 08:05 nach den Nachrichten könnt Ihr unser Kinderhörspiel hören. Und zwar die Geschichte rund um den "Held Baltus". Geschrieben von Lutz Hübner.

Baltus ist sechs Jahre alt und hat Angst, wenn seine Mama am Abend ausgehen will. Seine Freundin Claire ist drei Jahre älter und findet es toll, dass Baltus am Abend machen kann, was er will. Sie schlägt vor, dass sie gemeinsam einen Horrorfilm anschauen. Baltus fürchtet sich davor und würde am liebsten mit Mama mitgehen. Das erlaubt sie nicht und Baltus fragt sich, warum Mama plötzlich so komisch ist. Claire erklärt es ihm: Deine Mama hat sich einen Geist eingefangen. Baltus will Mama davon befreien, er baut mit Claire eine Geisterfalle, sie funktioniert auch. Aber er fängt darin Mamas Freund ein und der ist gar nicht begeistert.

Julian Neu, Benjamin Kirsch und Daniel Gillo präsentieren ihren "Ghostbuster" (Oliver Dietze, Universität des Saarlandes )Julian Neu, Benjamin Kirsch und Daniel Gillo präsentieren ihren "Ghostbuster" (Oliver Dietze, Universität des Saarlandes )

So damit wäre ich fertig.

Athena und ich müssen jetzt noch etwas aufräumen, die kleine Auseinandersetzung mit Kakadu hat doch ein wenig Chaos hinterlassen. Aber wir machen nur grob sauber, den Rest soll Kakadu morgen erledigen.

Ach, ja, wie sagt Kakadu immer, einen habe ich noch:

Erst knackt der Vogel die Nuss,

dann knackt die Nuss den Vogel

Lieben Gruß auch von Athena

Roaaahhhh!

Tiger