Dienstag, 28. März 2017
 
 
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Beitrag vom 05.03.2017

WochenvorschauKakadu fordert mehr Sommer

Ein Gänseblümchen zeichnet sich am 06.05.2016 in Dresden (Sachsen) vor blauem Himmel und der Sonne ab. (dpa / Arno Burgi)
Mehr Sommer - weniger Winter - Kakadu will die Jahreszeiten verändern. (dpa / Arno Burgi)

Meine lieben Fans, endlich haben wir Frühling. Ich finde das mit den Jahreszeiten ja ganz nett, aber wenn es nach mir ginge, dann brauchte man die nicht wirklich. Oder nur so als Jahreszeiten in klein. Eine Woche goldener Herbst, anschließend ein oder zwei graue Tage, damit man sich auf die Vorweihnachtszeit freuen kann. Pünktlich zum ersten Advent Schnee und wenn Neujahr vorbei ist, dann kann es meinetwegen auch schon wieder warm werden. Schluss mit Winter, Frühjahrsanfang. Den Rest des Jahres dann einfach Sommer.

Januar, Februar und große Teile vom März sind total überflüssig. Diese Monate könnte man doch leicht mit copy & paste zwischen Juni und Juli verschieben. Die verwechsele ich sowieso ständig, weil sie so ähnlich klingen und direkt beieinander liegen.

Würde mein Plan Zustimmung finden, dann hätten wir fast drei Monate mehr Sommer.

Athena meint, ich solle doch mal ein Volksbegehren deswegen initiieren.

Könnte ich natürlich machen.

Doch.

Eigentlich.

Aber auch wieder nicht.

Denn ich habe augenblicklich so wenig Zeit. Ich bin ein Vogel, bei dieser Luft da draußen, da muss ich raus. Mich elegant in die Lüfte emporschwingen, Freiheit atmen. Gerade über dem Tempelhofer Feld, dem früheren Flughafen Tempelhof hier in Berlin, da ist eine Thermik, die ist der Hammer. Über der alten Startbahn erwärmt sich die Luft, steigt auf und bläst einen wie mit dem Aufzug nach oben. Hoch oben angekommen, kann man in einen gemütlichen Sink-Segelflug umschalten und einfach abschalten und langsam wieder Richtung Erde gleiten. In den unteren Luftschichten muss man allerdings aufpassen, dass einen nicht einer dieser Kiter erwischt. Die kommen mit ihren Lenkdrachen, an denen sie hängen, inzwischen auch schon recht hoch.

Kite-Surfen auf Mauritius (Miriam Klaussner)Kite-Surfen, auch eine Art zu fliegen (Miriam Klaussner)

Was ich, offen gesagt, etwas grenzüberschreitend finde. Die Luft gehört uns Vögeln. Da haben Menschen einfach nichts zu suchen.

Ja, das sage ich ganz mutig und offen, wenn die Menschen zum Fliegen gemacht wären, dann hätte der liebe Gott ihnen Flügel gegeben.

Hat er aber nicht.

Die haben wir Vögel bekommen.

Also gehört uns auch der Luftraum.

Ende der Beweisführung.

Kommen wir zum Kakaduprogramm der kommenden Woche:

Am Montag (6.3.) am Infotag geht es zunächst um Termine. Den meisten Menschen gehen Termine ja auf die Nerven? Aber wer hat die erfunden, wozu braucht man Termine eigentlich, kann man sich nicht einfach so treffen? Eine Frage für das Kakadu-Labor. Unsere Kakadu-Reporterin Babette Braun hat zu der Frage einen Termin mit einer Fachfrau für  - ja – erraten – TERMINE gemacht.

Der Nachbau der Laufmaschine des Freiherrn von Drais im Stadtmuseum Karlsruhe. Zum ersten Mal flitzte Drais am 12. Juni 1817 mit der atemberaubenden Geschwindigkeit von rund 15 Stundenkilometern über die beste Straße, die es seinerzeit im Umkreis gab. (picture alliance / Uli Deck)Das vermutlich erste Fahrrad der Welt - Nachbau der Laufmaschine des Freiherrn von Drais im Stadtmuseum Karlsruhe. (picture alliance / Uli Deck)

Außerdem berichte ich von der Berliner Fahrradschau 2017 und der PEDALHELDEN-PARTY IN BERLIN, denn das Fahrrad feiert  2017 seinen 200-jährigen Geburtstag! Und abschließend stelle ich die Frage, beziehungsweise beantworte sie: Warum fasten wir, also Ihr?

Am Dienstag (7.3.) am Medientag verrate ich Euch, was ein Wunderkasten ist. Also ich kann es jetzt schon sagen, denn es ist ja kein Geheimnis, eher so eine Art Zusatzwissen, würde ich mal sagen. Der Wunderkasten, den ich Euch vorstelle, der stammt aus der Stadt Damaskus in Syrien und er gehörte einem alten Mann und der konnte damit Geschichten erzählen … Märchen aus vergangenen Zeiten … ach hört einfach selbst.

Ein Graffito in einer Fußgängerunterführung in Lohr am Main zeigt die Märchenfigur Schneewittchen, wie sie die sieben Zwerge mit einem Messer in der Hand verfolgt. Inspiriert wurde der unbekannte Künstler vermutlich von der Diskussion um eine moderne Schneewittchen-Skulptur, die in der Stadt aufgestellt wird. (dpa / Karl-Josef Hildenbrand)Märchen mal anders. Ein Graffito in einer Fußgängerunterführung in Lohr am Main zeigt die Märchenfigur Schneewittchen, wie sie die sieben Zwerge mit einem Messer in der Hand verfolgt. (dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Am Mittwoch (8.3.) am Musiktag berichte ich über einen Klangohren  CD-Test und Ihr könnt eine Musikreise hören. Ich denke mal … ne das war ich schon … da klang es mir zu komisch … zu kalt … zu warm. Ach, sagen wir es so: Das wird eine Überraschungsreise!

Eine lederbezogene Truhe, mit der man früher durchaus auch auf Reisen ging. (Imago)Auf zur nächsten Musikreise. (Imago)

Am Donnerstag (9.3.) am Quasseltag habe ich Patricia gebeten, mit Euch über mein eingangs erwähntes kühnes Jahreszeiten-Umstrukturierungs-Konzept zu quasseln. Nun, wie soll ich das sagen … sie war wenig begeistert. Daher kann es sein, dass auch etwas ganz anderes Thema wird: Weltfrieden, Schulprobleme, Boygroups oder entzündete Fußnägel.

Ruft an und quasselt mit. 0800 2254 2254.

Am Freitag (10.3.) am Entdeckertag erfahrt Ihr alles über einen der bekanntesten Tierschützer und Naturforscher Deutschlands. Sei Name ist Bernhard Grzimek. Wer sich für Tiere interessiert, der kann zum Beispiel in den Zoo gehen und dort live Löwen, Kamele oder Bären beobachten. Oder man schaltet das Fernsehen ein. Fast jeden Tag gibt es dort eine Tiersendung. Die Kameraleute führen uns so nah an Elefanten oder Krokodile heran, wie wir es selbst niemals wagen würden. Alle diese Tiersendungen gehen auf eine Sendung zurück, die im Oktober 1956 das erste Mal über den Bildschirm lief. 'Ein Platz für Tiere' hieß sie und wurde moderiert und zusammengestellt von Bernhard Grzimek. Er war nicht nur der Direktor des Frankfurter Zoos, sondern hatte die meisten Filme, die er in seiner Sendung zeigte, auch selbst gedreht. Zusammen mit seinem Sohn hat er viele Jahre lang Afrika bereist, dort Tiere beobachtet und sich dafür eingesetzt, dass sie geschützt werden. Vor 30 Jahren ist Bernhard Grzimek gestorben. Wir stellen euch diesen Tierforscher und Naturschützer jetzt vor.

"Ein Herz für Tiere" - Bernhard Grzimek und seine Serengeti"Ein Herz für Tiere" - Bernhard Grzimek und seine Serengeti

Am Sonntag (12.3.) früh um 7:30 Uhr habe ich als die Geschichte für Frühaufsteher "Jonathan im Abseits" von Anna Arnoldi vorbereitet.
Direkt vor dem großen Pokalfinale erhält Jonathan Spielverbot. Dabei war er gar nicht der Übeltäter. Viel Zeit bleibt ihm nicht, um den wahren Täter zu finden. Fußball ist das Größte!", findet Jonathan. Besonders, seit er mit seinen Freunden Jan und Nils in einem Verein spielt. Eines Tages wird er bei einem Match verletzt. Und direkt danach beschmiert irgendjemand alle Anziehsachen des Jungen, der Jonathan gefoult hat. Natürlich denken alle, Jonathan wäre es gewesen. Keiner will mehr etwas mit ihm zu tun haben, der Trainer erteilt ihm sogar Spielverbot. Und das kurz vor einem Pokalmatch, auf das er sich so gefreut hat. Jonathan bleibt nicht viel Zeit, um den wahren Täter zu finden und zu beweisen, dass er unschuldig ist.

Ein Junge hält am 07.05.2015 in Hamburg auf einem Bolzplatz einen Fußball unter dem Arm. (dpa /picture alliance / Markus Scholz)Jonathan will einfach nur kicken. (dpa /picture alliance / Markus Scholz)

Und wie bei mir üblich, geht es dann direkt nach den Nachrichten um 08:05 Uhr weiter mit dem Kinderhörspiel, meinem Wochenhöhepunkt. Sozusagen mein Radio-Schluss-Feuerwerk.

Diesmal mit: "Futsch", von Dunja Arnaszus.
Isa schleicht an ihren Eltern vorbei. Sie fürchtet die Frage, warum sie ohne Jacke zur Schule geht. Sie hat ihre Jacke gestern in der Schule vergessen. Und das gibt Ärger. Vorgestern hat sie schon Schal und Handschuhe verloren. Und heute ist nun auch noch Caruso, der Kanarienvogel ihrer Schwester, davongeflogen, weil Isa aus Versehen das Fenster geöffnet hat. Isa will wegrennen, aber ihre Schwester ist schneller. Mit zwei Kugeln Eis, einem Monat Abwasch machen und Müll wegbringen kann Isa sie wieder beruhigen. Da entdecken die beiden Herrn Westphal. Er arbeitet für die Firma 'Dearest and Nearest', ein Serviceunternehmen, das verlorene Dinge gegen eine geringe Gebühr zurückbringt. Das ist ihre Chance! Vielleicht finden sie bei ihm Caruso und die Winterjacke.


Dunja Arnaszus, geboren 1970 in Göttingen, arbeitete in England als Zirkus- und Performancekünstlerin, schreibt Texte für Hörfunk und Theater, lebt mit ihren beiden Töchtern in Hamburg.

Kraniche (Grus grus) fliegen am 26.09.2016 nahe Reitwein (Brandenburg) am Morgenhimmel über dem Oderbruch (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)Mit Kranichen fliegt Kakadu besonders gerne. Die können so tolle Geschichten erzählen. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

So, Ende Gelände, aus die Maus. Nun ist Schluss. Der Vogel hat seine Schuldigkeit getan, der Vogel kann gehen.

Ich will bei dem Wetter raus, in die Luft, ich will fliegen!

Ich bin geboren, um zu fliegen.

One day I`ll fly away …

Ach, ja, einen habe ich aber noch:

"Ohne Unterschied macht Gleichheit keinen Spaß"

(Dieter Hildebrandt)

In diesem Sinne

Euer

Kakadu