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Beitrag vom 09.07.2017

WochenvorschauHoch leben die Sommerferien!

Von Thomas Fuchs
Erst- und Zweitklässler malen am 29.07.2015 in der Grundschule in Weißenau (Baden-Württemberg) bei Ravensburg am letzten Schultag des Jahres für den Fotografen ein Bild an die Tafel, auf dem "Juhu, endlich Ferien", zu lesen ist.  (dpa / picture alliance / Felix Kästle)
Endliche Ferien (dpa / picture alliance / Felix Kästle)

Meine lieben Fans, So langsam habt Ihr ja alle Sommerferien. Und wo noch keine Ferien sind, da sind zumindest schon die Zeugnisse bereits geschrieben. Richtig viel Unterricht passiert nicht mehr, Ausflüge und Projekttage stehen nun auf dem Stundenplan. Der Sommer darf kommen. Das Schuljahr geht auf die Zielgerade. Doch anders als Ihr, die Ihr nun bald Ferien habt, kann ich leider nicht in Urlaub fahren. Irgendwer muss schließlich hier bleiben und das Programm für Euch machen. Und das bin dieses Jahr ich. Denn meine lieben Kollegen sind ja einfach so in Urlaub abgerauscht. Daher muss ich hierbleiben, so ganz ohne Tiere läuft das nicht mit dem Kinderfunk. Aber ich bin ja ein pfiffiger kleiner Vogel.

Ich habe mir mein Programm einfach soweit umgeplant, dass ich zumindest für ein oder zwei Tage zwischendrin auch mal weg kann. Das fällt schon niemandem auf. Die hier in der Redaktion sind ja inzwischen auch halbwegs Profis, die kann ich durchaus mal für die eine oder andere Sendung allein lassen.

Und so werde ich diese Sommer über zumindest einige Kurztrips machen. Ich habe mir vorgenommen, all unsere Nachbarländer mit einer Kakadu-Staatsbesuch-Kurzvisite zu würdigen. Ab kommender Woche werde ich Euch dann berichten, was ich auf diesen Reisen erlebt habe. Für uns Berliner ist ja Polen der nächste Nachbar. Daher fange ich auch dort an.

Doch bevor ich meinen Tramper packe, schnell noch das Programm der neuen Woche:

Los geht es am Infotag am Montag (10.7.) mit einem Beitrag von den ausgestorbenen Beruf des Ameislers, außerdem stellen Euch meine Kinderkunstexperten die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz vor.

Käthe Kollwitz (1867-1945) arbeitete als Grafikerin, Malerin und Bildhauerin. (© Käthe-Kollwitz-Museum Berlin)So sah sich Käthe Kollwitz selbst. (© Käthe-Kollwitz-Museum Berlin)

Am Medientag am Dienstag (11.7.) habe ich als Buchtipp "Gips oder wie ich an einem einzigen Tag  die Welt reparierte" in Auftrag gegeben. Dann hat Tom Feibel ein neues cooles Computerspiel gefunden, dass er Euch vorstellen möchte und ich berichte von einer Comic-Ausstellung in Bonn.

Am Mittwoch (12.7.) am Musiktag gehe ich der Frage nach, ob Singen glücklich macht.

Junge Frauen singen auf der Karaoke-Bühne im Mauerpark in Berlin.  (dpa / picture alliance / Bernd Von Jutrczenka)Singen macht Freude (dpa / picture alliance / Bernd Von Jutrczenka)

Am Donnerstag (13.7.) am Quasseltag habe ich mir ein paar junge Polizisten ins Studio eingeladen. Wie fühlt sich das an, Polizist zu sein? Wie sieht ein typischer Dienst aus? Was muss man alles können, um Polizistin oder Polizist zu werden? Und was sind die spannendsten Einsätze? Oder gibt es auch langweilige Tage im Dienst? Zu Gast bei Patricia im Studio sind die beiden jungen Polizisten Paula Krüger und Philip Zieleskiewicz. Und ihr könnt anrufen und Fragen stellen: 0800 2254 2254.

Das Bild zeigt mehrere Polizeifahrzeuge vor dem Gebäude; im Vordergrund steht ein Polizist mit dem Rücken zur Kamera. (Gregor Fischer / dpa)Polizei im Einsatz. - Nach einer Bombenwarnung musste die Parteizentrale der SPD in Berlin geräumt werden. (Gregor Fischer / dpa)

Am Freitag (14.7.) könnt Ihr wieder den Entdeckertag hören. Diesmal mit einem Kinderfeature über die Marseillais, die, das behaupte ich jetzt  mal so, die Nationalhymne schlechthin.

Jeder Fußballfan bekommt sie regelmäßig zu hören. Nämlich, wenn die französischen Nationalspieler im Stadion in einer Reihe stehen und mitsingen (oder auch nicht): die französische Nationalhymne. Aber warum ist der Text bloß so ungeheuer blutrünstig? Geradewegs zum Gruseln! Um das zu verstehen, müssen wir zurückschauen in die Zeit der Französischen Revolution. Damals hatte ein König das alleinige Sagen. Während der in Saus und Braus lebte, obwohl längst kein Geld mehr in der Staatskasse war, musste das Volk große Not leiden. 1789 schließlich gingen die Menschen auf die Barrikaden - die Revolution hatte begonnen. Im Laufe der Ereignisse schrieb der Offizier Rouget de Lisle 1792 ein Lied, das als die sogenannte Marseillaise in die Geschichte einging und sich bis heute als Nationalhymne Frankreichs gehalten hat. Es könnte übrigens sein, dass der Komponist uns mit seiner Anwesenheit persönlich beehrt und uns ein paar Takte erzählt.

"Vom Revolutionslied zur französischen Nationalhymne - Die Marseillaise" Eine Kakadu-Feature von Susanne Franzmeyer
Menschen singen die Marseillaise, die französische Nationalhymne, auf dem Place de la Republic in Paris, aufgenommen am 17. November 2015. (picture alliance / dpa / Etienne Laurent)Menschen singen die Marseillaise, die französische Nationalhymne, auf dem Place de la Republic in Paris, aufgenommen am 17. November 2015. (picture alliance / dpa / Etienne Laurent)

Der Sonntag (28.6.) beginnt um 7:30 Uhr mit der Geschichte für Frühaufssteher. Diesmal: "Ein Fellknäuel namens Heimweh" Von Hartmuth El Kurdi, der die Geschichte auch gleich selber liest.

Lilly und ihre Familie können in diesem Jahr  nicht zusammen in den Sommerurlaub fahren: Der Umzug und die Wohnungsrenovierung haben einfach zu viel gekostet. Und jetzt ist auch noch die Waschmaschine kaputt gegangen. Also verbringt Lilly ihre Ferien bei ihrer Tante Paula in Hannover. Eigentlich gar nicht so übel: Tante Paula ist zwar außen etwas ruppig, aber innen ziemlich nett, in Hannover gibt es einen tollen Zoo und man kann Ausflüge machen, zum Beispiel ans Steinhuder Meer, das zwar kein echtes Meer ist, sondern nur ein großer See, aber egal. Man kann Boot fahren,  Fischbrötchen essen und dicke Steine ins Wasser schmeißen.

Wenn nur dieses doofe Heimweh nicht wäre! Als Lilly sich in der ersten Nacht ins Bett legt und versucht einzuschlafen, erinnert sie sich daran, dass ihre Mutter ihr gesagt hat, sie soll mit ihrem Heimweh reden, wenn sie traurig ist. Das findet Lilly zwar albern, aber sie probiert es trotzdem. Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass das Heimweh ihr antwortet...

Und anschließend, um 08:05h nach den Nachrichten für die Großen könnt Ihr das Kinderhörspiel hören:

"Als Amelie und Onkel Theo in den falschen Zug gestiegen sind" von Guido Gin Koster
Es ist Sommer, Onkel Theo und seine Nichte Amelie wollen in den Urlaub fahren. Onkel Theo liebt Italien und möchte dieses schöne Land seiner Nichte zeigen. Er schwärmt: Dort ist es warm, man kann den ganzen Tag baden und das schönste Eis essen. Gut gelaunt steigen beide aus dem Zug und suchen das Hotel "Zur letzten Pizza". Leider ohne Erfolg. Sie sind in den falschen Zug gestiegen. Sie sind in Öttepötten, in Finnland gelandet. Und nun? Onkel Theo, seine Nichte Amelie und die vielen freundlichen Finnen tun einfach so, als wäre hier Italien.

Finnland - ein Kind im Paddelboot. (imago)Finnland - Schon irgendwie anders als Italien. (imago)

So und dann sage ich mal: Bey teraz. Das ist Polnisch und heißt bis bald.

Denn ich werde mich ja, sobald ich mich hier unbemerkt verdrücken kann, über die Oder nach Polen aufmachen.

Prima, so ein nahes Nachbarland. Europa ist schon eine nette Sache. Ich brauche ja nicht mal mehr einen Pass, um die Nachbarn zu besuchen.

Einen habe ich aber noch.

Alle Goldhamster Europas könnten sich zu einer Pyramide formieren,

die von der Erde bis zum Mond reicht,

wenn sie nur nicht so dumm wären.

(Loriot)

In diesem Sinne

Euer Kakadu