Mittwoch, 26. April 2017
 
 
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Beitrag vom 17.04.2017

WochenvorschauAthena will aufs Schiff

Von Thomas Fuchs
Der Bug der Titanic auf dem Meeresboden des Nordatlantiks (dapd / Ralph White)
Trotz Titanik - Athena will auf Kreuzfahrt (dapd / Ralph White)

Meine lieben Fans, hier im Funkhaus ist momentan dicke Luft. Athena hat schlechte Laune. Der Grund dafür? Sie will unbedingt eine Kreuzfahrt machen, aber ich und Tiger weigern uns sie zu begleiten. Mal ehrlich, was will ich auf einem Schiff? Ich bin ein Vogel. Wenn ich wo hin will, dann fliege ich. Und Tiger sagt, er wird leicht seekrank. Außerdem sind Schiffe gefährlich. Die gehen unter, ich sage nur Titanic.

Aber Athena will unbedingt auf ein Schiff. Sie sagt, für sie als Schildkröte gäbe ein keine bessere Reisemöglichkeit. Nicht zu schnell, aber doch so schnell, dass man innerhalb weniger Tage etliche Inseln, Küsten und Landschaften sieht. Und das ganze ohne selbst auch nur einen Schritt zu tun. Nur nette Leute, gutes Essen, gepflegte Gespräche und die wären da immer alle so nett und – sie würde so gerne mal ein Captains-Diner miterleben.

Ich glaube, die hat zu viel Traumschiff gesehen.

Ehrlich, ich weiß wovon ich rede. Ich habe nämlich mal als Animateur, also als Alleinunterhalter, auf so einem Traumschiff gearbeitet. Drei Wochen sind wir im Dauerregen unterwegs gewesen. Hoch zum Nordkap. Nebel, Regen, Graupelschauer, Hagel, wir hatten jede Art von schlechtem Wetter. Und wir haben nichts gesehen. Draußen war es immer nur dunstig-diesig-neblig-unangenehm.

Die Wellen der Nordsee brechen sich am 07.12.2013 vor dem Strand von Helgoland (Schleswig-Holstein). Nach dem Abzug von Orkantief «Xaver» ist der Fährverkehr zur Nordseeinsel wieder angelaufen. Zwar gebe es mit bis zu drei Metern noch eine signifikante Wellenhöhe, die seien aber nach Aussage des Geschäftsführers der Cuxhavener Reederei für das Schiff kein Problem. Foto: Christof Martin/dpa | (Christof Martin / picture alliance / dpa)Von wegen eine Seefahrt, die ist lustig. Laut Kakadu sit das Meer kein wirklich guter Lebensraum. (Christof Martin / picture alliance / dpa)

Also wollten die Passagiere von uns unterhalten werden, wenn sie nicht gerade gegessen haben. Was sie auf so einem Schiff fast immer tun.

Und da ich der Chefunterhalter war, musste ich ran. Gebucht war ich für meine Solonummer als Komiker. Aber weil draußen dickes Wetter war – wie wir Seeleute sagen – musste ich auch noch den Zauberer, den Bauchredner, den Jongleur, den Pantomimen und den Liederabend geben.

Danach habe ich gesagt, nie wieder auf ein Schiff.

Und ich stehe zu meinem Wort.

Doch der wahre Grund, warum Athena so sauer ist, ist ein ganz anderer und hat gar nichts mit meiner und Tiger Weigerung sie zu begleiten zu tun.

Denn Athena hat, als sie ihre Reise hoch in die Arktis gebucht hat, nicht bedacht, dass sie vermutlich rein gar nichts davon haben wird. Tiger hat sie daran erinnert, dass sie ein Kaltblüter ist. Und Schildkröten schlafen einfach ein, wenn es um sie herum kalt. Wird. Ihre Idee, oben vom Deck aus, dick verpackt die Eisberge und Eisbären zu sehen kann sie knicken. Sie wird in der Kälte einfach wegdösen und gar nichts vom Nordpolarmeer sehen.

Szene einer 134 Stunden Nonstop-Übertragung unterwegs mit Hurtigruten, der traditionellen norwegischen Postschifflinie, von Bergen nach Kirkenes (picture alliance / dpa / NRK)Das Bild der Hurtigruten, der traditionellen norwegischen Postschifflinie, von Bergen nach Kirkenes, hatte sich Athena erhofft. Doch noch ist das oben Winter. (picture alliance / dpa / NRK)

Ihre Alternative wäre, sie bleibt in der geheizten Kabine, liest ein gutes Buch und konzentriert sich aufs Essen. Aber das kann sie auch hier im Funkhaus billiger haben.

Und sicherer, denn, ich sage nur Titanic.

Kommen wir zum Programm der kommenden Woche. Das Osterprogramm, genauer das heutige Ostermontagsprogramm hatte ich ja in meiner letzten Post ausgiebig präsentiert, daher starte ich nun mit dem Dienstag.

Im Kakadustudio sitzt seit heute Fabian und morgen am Medientag (18.4.) hat er zuerst eine Reportage über eine neue Ausstellung im Kindermuseum Frankfurt für Euch. Das Thema sind die Kinderechte. Denn die gibt es zwar nun schon seit genau 25 Jahren, doch leider werden die Kinderrechte weltweit nicht immer von allen eingehalten. Grund genug für die vom Kindermuseum Frankfurt mit Ihrer Ausstellung einmal mehr darauf aufmerksam zu machen.

Proteste für Kinderrechte in Berlin 2014 (dpa / picture-alliance / Jens Kalaene)Da sich weltweit viel zu wenige die Kinderrechte einhalten, wird regelmäßig auch dafür demonstriert. (dpa / picture-alliance / Jens Kalaene)

Anschließend stellt Euch Karin Hahn das neue Buch von Jens Sparschuh vor. Es heißt "Der alte Mann und das Meerschweinchen". Und dann erfahrt noch alles Wissenswerte über Skype und Chatten. "Von echten und unechten Gesprächen", ein Beitrag von meiner Kakadu-Reporterin Anette Bäßler.

Am Mittwoch (19.4.) am Musiktag berichte ich über ein Kinderkonzert, dass Ohren öffnet. "Barbar auf Reisen."

Seit über 50 Aufführungen in den USA und Kanada hat dieses Musikstück bereits Kinder begeistert – kein Wunder, eröffnet es ihnen doch mit Leichtigkeit und Witz die Welt der Musik. Der Komponist Raphael Mostel erzählt die Geschichte des Elefanten Barbar, die sicherlich viele von Euch aus dem gleichnamigen Kinderbuch kennen, mit Musik. Echt hörenswert, möchte ich anmerken.

Blick über den Potsdamer Platz mit dem Kulturforum in Richtung City West am 10.06.2016 in Berlin.  (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)Blick über den Potsdamer Platz mit dem Kulturforum und dem Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie in Richtung City West in Berlin. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Am Donnerstag (20.4.) am Quasseltag habe ich mir mal wieder meine Spieleexpertin Christina Valentiner-Branth ins Studio eingeladen. Sie wird Euch Rallye-Spiele vorstellen.
Ihr könnt mitspielen: 0800 22542254

Am Freitag (21.4.) am Entdeckertag heißt es dann: "Vom Urknall bis zum Smartphone-Ton" Ein Feature über Geräusche von Regina Voss
Das Wort Urknall lässt vermuten, dass es Geräusche wohl schon immer gab. Und wer dann noch die ganze Weltgeschichte akustisch an sich vorbeiziehen lässt, merkt schnell, dass es unendlich viele Geräusche gibt: Jedes Wesen und fast alle Dinge machen ein ganz eigenes Geräusch. Doch was passiert, wenn diese Geräusche fehlen, wie z.B. bei einem noch nicht fertig produzierten Trickfilm oder bei digitalen Geräten? Dann müssen die fehlenden Geräusche künstlich erzeugt werden. Und spätestens beim Geräuschemachen wird klar, dass sie mehr sind als 'Kling, Bing und Ring'. Geräusche sind eindeutige Signale, persönliche Markenzeichen und im besten Fall Musik.

Das Weltall ist heute, fast 14 Milliarden Jahre nach dem Urknall, voller Galaxien  (NASA/ESA)Der Urknall, der vor fast 14 Milliarden Jahre im Weltall stattgefunden hat, war vermutlich sehr laut gewesen. Doch leider gibt es keine glaubwürdigen Zeugenberichte.. (NASA/ESA)

Am Sonntag (23.4.) beginnen wir wie gewohnt früh um 7:30 mit der Geschichte für alle Frühaufsteher. Diesmal: "Die Spionin in der Nachbarschaft"
Eine Erzählung von Jörg Wolfrath, gelesen von Hedi Kriegeskotte.Lena, die Tochter des Dorfbriefträgers, mu...

Lena, die Tochter des Dorfbriefträgers, muss sich doch sehr wundern: Die Nachbarin, eine Frau Ariane Reifenrath, hat zwar einen Briefkasten, aber sie bekommt nie Post. Gemeinsam mit ihrem Freund Jan beschließt Lena, diesen seltsamen Fall zu untersuchen. Was, wenn Frau Reifenrath in Wirklichkeit eine Spionin wäre? Und tatsächlich, die seltsamen Briefe, die nun den Besitzer wechseln, machen die Spionin in der Nachbarschaft nur noch verdächtiger.

Und anschließend, nach den Nachrichten für die Erwachsenen, könnt Ihr dann 08:05 Uhr das Kinderhörspiel hören: "Konrad und die Liga der Elternlosen" von Christian Ulmcke.
Eigentlich versteht sich Konrad mit seinen Eltern ganz gut. Wenn sie nur nicht so viel meckern würden: "Spiel nicht schon wieder Computer! Geh doch mal ein bisschen raus! Mach die Musik leiser! …" Da wünscht sich Konrad, dass er mal einen Tag ganz allein ist und machen kann, was er will. Im Park steht plötzlich ein Mann neben ihm, der behauptet, er müsse seinen Wunsch nur laut aussprechen und schon wäre er erfüllt. Und so kommt es auch! Der erste Tag ist noch schön, aber dann fehlen die Eltern. Konrad sucht den fremden Mann im Park und trifft dabei noch mehr Kinder, die ihre Eltern vermissen. Sie gründen die Liga der Elternlosen, schmieden kluge Pläne und gemeinsam kommen sie dem fremden Mann auf die Schliche.
 Pippi Langstrumpf eingehüllt in einen blauen Schal. (imago)Frech, frei und unabhängig: Pippi Langstrumpf ist eine der weltweit bekanntesten Kinderbuchfiguren und lebte ganz ohne Eltern. (imago)

So damit wäre ich fertig. Tiger und ich wollen Athena mit einem Filmabend überraschen.

Vermutlich könnt Ihr Euch denken, welchen Film ich ausleihe.

Richtig.

Titanic. (Räusper) My heart will go on ….

Eigentlich schade, dass sie davon nie eine Fortsetzung gedreht haben.

Ach, ja, einen habe ich noch:

Habe keine Angst,

etwas Neues auszuprobieren.

Bedenke, die Arche wurde von einem Amateur gebaut,

die Titanic von Profis

Wenn das mal keine Ansage ist

Euer

Kakadu