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Beitrag vom 21.08.2017

InfotagDie Zirbe - Königin der Alpen

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Die Zirbe (pinus cembra) ist seit der letzten Eiszeit im Alpenraum heimisch, aufgenommen in Hinteren Defereggental am 09.09.2013. Der Baum, der im Defereggental weit verbreitet ist, kann bis zu 1000 Jahre alt werden, einen Durchmesser von zwei Metern und eine Höhe von über zwanzig Metern erreichen. Die Zirbe mit ihren immergrünen Nadeln ist an ihre Standortverhältnisse gut angepasst und kann Temeraturen bis minus vierzig Grad Celsius schadlos überstehen. Foto: Frank Baumgart. | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)
Bis zu 1000 Jahre alt - Die Zirbenkiefer (dpa-Zentralbild)

Hoch oben in den Alpen wächst die Zirbenkiefer. Ein wirklich außergewöhnlicher Baum. Was an ihm so besonders ist hat sich Kristina Dumas von einem Ranger im Nationalpark Hohe Tauern erklären lassen. Weitere Themen an diesem Montag: "Was ist Blattgold" von Klaus Lockschen, "Zu Besuch im Lügenmuseum" von Tina Küchenmeister und natürlich ein neues "Sommerrätsel.

Zirbe

Die Zirbe, lat. Pinus Cembra, gehört zu Familie der Kiefern. Seit der letzten Eiszeit ist sie im Alpenraum heimisch. Wie kein anderer Baum verträgt sie Wind, Sturm, Geröll und nährstoffarme Böden und ist deshalb in den Höhenlagen der Zentralalpen bis 2800m anzutreffen. Sie wird bis zu zwanzig Meter groß. Die Zirbe wächst langsam, denn die alpinen Sommer sind kurz. Aber sie hat sich gut an ihren Lebensraum so hoch oben in den Bergen angepasst. Selbst wenn es vierzig Grad unter null ist, macht ihr das nichts aus. Zirben wachsen sehr langsam und sie können bis zu 1000 Jahre alt werden.

Spotted Nutcracker, 28 October 2013 REIMA FLYKTMAN / LEHTIKUVA *** FINLAND OUT. NO THIRD PARTY SALES. *** | (Lehtikuva)Der Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) Bester Freund der Zirbe (Lehtikuva)

Der beste Freund der Zirbe ist der Tannenhäher, ein kleiner brauner Vogel mit weißen länglichen Flecken im Gefieder und einem langen, kräftigen und spitzen Schnabel. Der Tannenhöher liebt die Samen der Zirbe, weil sie für ihn ein köstliches, gesundes und nahrhaftes Futter sind. Für den harten und kalten Winter legt sich der Tannenhäher kleine Futtervorräte an und vergräbt tausende von Zirbensamen. Es kann passieren, dass er einige dieser Vorratslager vergisst oder nicht mehr wiederfindet und an diesen Stellen wachsen dann neue Zirbenkiefern heran.  

Interessanterweise wachsen die Zirben vor allem auf Anhöhen.

Auch dafür ist der Tannenhäher verantwortlich. Denn der Vogel gräbt  die Samen meist auf einer Anhöhe ein. Im Winter, wenn der Wind geht, wird der Schnee dort weggeblasen und so kommt er gut an seine Vorräte. Würde er die Samen in einer Mulde vergraben, dann wäre dort der Schnee 2-3 Meter hoch und er hätte keine Möglichkeit an seine Samen zu kommen.

Das Holz der Zirbe ist robust und lässt sich gut bearbeiten. Man behauptet, dass Menschen in Zirbenholzbetten besser entspannen können und Babys sollen in Zirbenholzwiegen angeblich weniger schreien. Vermutlich liegt das an dem stark duftenden Holz der Zirbe, denn es ist harzig, riecht leicht säuerlich und enthalt viele ätherische Öle.


Weitere Themen an diesem Montag:

"Was ist Blattgold" von Klaus Lockschen

"Zu Besuch im Lügenmuseum" von Tina Küchenmeister

"Das Sommerrätsel" von Annette Bäßler