Samstag, 22. Juli 2017
 
 
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Beitrag vom 14.07.2017

EntdeckertagVom Revolutionslied zur französischen Nationalhymne

Von Susanne Franzmeyer Beitrag hören
Eine französische Flagge weht im Wind.  (imago / Rainer Unkel)
Sie steht für Frankreich wie die "Marseillaise": die blau-weiß-rote Fahne (imago / Rainer Unkel)

Zumindest jeder Fußballfan bekommt sie regelmäßig zu hören. Nämlich, wenn die französischen Nationalspieler im Stadion in einer Reihe stehen und mitsingen: die französische Nationalhymne. Aber warum ist der Text bloß so ungeheuer blutrünstig? Geradewegs zum Gruseln!

Um das zu verstehen, müssen wir zurückschauen in die Zeit der Französischen Revolution. Damals hatte ein König das alleinige Sagen. Während der in Saus und Braus lebte, obwohl längst kein Geld mehr in der Staatskasse war, musste das Volk große Not leiden. 1789 schließlich gingen die Menschen auf die Barrikaden - die Revolution hatte begonnen. Im Laufe der Ereignisse schrieb der Offizier Rouget de Lisle 1792 ein Lied, das als die sogenannte Marseillaise in die Geschichte einging und sich bis heute als Nationalhymne Frankreichs gehalten hat. Es könnte übrigens sein, dass der Komponist uns höchstselbst mit seiner Anwesenheit persönlich beehrt und uns ein paar Takte erzählt ...