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Beitrag vom 31.08.2017

EntdeckertagDer Traum von Morgen

Von Karin Hahn Beitrag hören
Menschen auf dem Globus halten ein großes Teleskop. (imago/ ikon images)
Kakadu wirft einen Blick in die Zukunft (imago/ ikon images)

Das Grundeinkommen für jeden, mehr Zeit für Kinder und Familien und vor allem Frieden - geht das? Mit Zukunftsforschern wagen wir einen neugierigen Blick in die Welt von morgen und wollen wissen, wie werden wir leben, arbeiten, uns ernähren, wohnen und uns fortbewegen. Ein Kakadu-Entdeckertags-Feature von Karin Hahn.

Forscher und Wissenschaftler haben es wirklich nicht leicht mit der Zukunft. Was kommen wird, kann man nicht so erforschen wie viele andere Sachen. Und man kann sich die Zukunft auch leider nicht unter dem Mikroskop angucken, versuchsweise im Labor ausprobieren oder irgendwohin fahren und eine Probe mitnehmen.

 "Für mich ist Zukunft etwas, was noch nicht existiert, es ist nicht da, aber jede Entscheidung, alles was wir tun heute, bestimmt wie das aussehen wird", so erklärt die Zukunftsforscherin Nele Fischer: "Denn jede Entscheidung macht ja die Zukunft ... Man kann sich z.B. angucken, wie Verkehr in Zukunft funktioniert und kann dann überlegen, was passiert, wenn es gar keine Autos mehr gäbe und nur noch Fahrräder und Fußgänger. Wie sieht dann eine Zukunft aus? Und dann kann man sich eine andere vorstellen, in der es nur noch Autos gibt und alles nur noch Autobahnen sind in einer Stadt oder man kann sich noch eine andere Zukunft vorstellen, in der es nur Elektroautos gibt oder fliegende Autos. ... Man packt das dann in verschiedene Zukünfte, so dass man dann eine Zukunft hat mit nur Fahrrädern, eine Zukunft mit selbstfahrenden Autos und dann kann man sich anschauen, wie es sich jeweils lebt in den verschiedenen Zukünften, um zu gucken, wollen wir das, wollen wir das nicht – und das hilft Leuten ihre Entscheidungen zu treffen, heute."

Ein großes Problem sieht die Zukunftsforscherin dennoch: "Die Leute sind einfach nicht in der Lage umzudenken, sie weichen nicht von dem ab, was sie kennen und gewohnt sind. Ja klar, wir essen heute Fleisch, dann wird es in der Zukunft auch so sein. Es könnte in 100 Jahren aber auch ganz anders sein."

Über eine mögliche Zukunft nachdenken heißt demnach, man muss ganz neu denken, alles irgendwie auf den Kopf stellen.

Und vielleicht hat ja der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupery recht, der einst schrieb: "Die Zukunft sollte man voraussehen wollen, sondern möglich machen."