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Beitrag vom 29.09.2017

EntdeckertagBen-buch-sta-la-sat! - Buchstabensalat?

Eine Sendung über Legasthenie von Sabine Huthmann und Friederike Wigger Beitrag hören
Legasthenie erschwert das Lesen und Schreiben (picture alliance / dpa)
Ben-buch-sta-la-sat! – Buchstabensalat? (picture alliance / dpa)

Viele Kinder leiden unter Legasthenie, einer Lese-Rechtschreib-Schwäche, kurz LRS genannt. LRS ist angeboren, aber keine Krankheit, sondern eine Lernstörung.

Wer LRS hat, ist auch nicht dümmer als andere Menschen, sondern bei einem Legstheniker sind lediglich beim Lesen andere Teile des Gehirns aktiv, als bei den Menschen, die keine Lese-Rechtschreib-Schwäche haben.

Das Gehirn eines Menschen, der LRS hat, verarbeitet Informationen anders, als das eines Nicht-LRS´lers.  Im Gehirn werden den ganzen Tag Eindrücke der Umwelt verarbeitet. Was wir sehen, hören, erleben usw. Und eine Art Filter im Gehirn entscheidet darüber, was wichtig oder unwichtig, neu oder bereits bekannt, aufhebenswert oder unwichtig ist. Nur was wichtig ist, wird im Regelfall weiterverarbeitet und abgespeichert. Bei Menschen, die LRS haben, funktioniert dieses Auswahlverfahren bei Buchstaben und Wörtern nicht richtig.

Bei vielen Kindern dauert es lange, bis ihre LRS erkannt wird. Oft erst dann, wenn in der Schule plötzlich Probleme auftauchen.

Wenn die Legasthenie festgestellt ist, dann gelten für die Kinder besondere Regelungen, was die Bewertung angeht. Oder sie bekommen bei Klassenarbeiten womöglich mehr Zeit zur Verfügung.

Ungefähr zehn Prozent aller Menschen haben eine leichte bis schwere LRS und Jungen sind häufiger als Mädchen davon betroffen.

Es gibt viele schlaue und berühmte Menschen, die LRS haben oder hatten. Albert Einstein (Nobelpreisträger), Bill Gates (Microsoft) oder Walt Disney (Mickey Maus und Donald Duck) beweisen, dass Legasthenie nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun hat.